Vodafone mit operativen Fortschritten - Brexit und Indien-Geschäft belasten aber

Der britische Telekomkonzern Vodafone ringt mit dem schwachen Pfund infolge des Brexit-Votums und einem neuen Konkurrenten in Indien. Fortschritte gab es dagegen im operativen Geschäft in anderen wichtigen Ländern wie Deutschland. So zog der für Experten wichtige Serviceumsatz - also ohne den Endgeräteverkauf - vor den Effekten von Zu- und Verkäufen sowie Wechselkursschwankungen um 1,7 Prozent auf 12,3 Milliarden Euro an, wie das Unternehmen am Donnerstag in Newbury bei London mitteilte.
02.02.2017 08:34

Von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Experten hatten mit einem geringeren Anstieg gerechnet. Am Aktienmarkt könnte sich zudem die bestätigte Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2016/17 positiv auswirken. Hier hatten einige Analysten befürchtet, dass diese wegen des schwachen Pfunds und der Schwierigkeiten in Indien gesenkt werden könnte.

Weil Vodafone einen Grossteil der Geschäfte auf dem europäischen Kontinent macht, bilanziert das Unternehmen seit diesem Geschäftsjahr in Euro. Da das Pfund nach dem Brexit-Votum stark gefallen ist, kommt jetzt daher bei den in Grossbritannien erzielten Erlösen weniger in der Gewinn- und Verlustrechnung an. So sank der Konzernumsatz um 3,9 Prozent auf 13,7 Milliarden Euro. Probleme bereitet auch das Geschäft in Indien. Dort drückt ein neuer Anbieter auf die Preise./zb/stb

(AWP)