Voestalpine verdient deutlich weniger - Niedrige Preise belasten

LINZ (awp international) - Niedrige Stahlpreise sowie schwache Bestellungen aus der Öl- und Gasindustrie haben dem österreichischen Stahlhersteller Voestalpine den Start in sein neues Geschäftsjahr verdorben. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) sackte im ersten Quartal verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 27,6 Prozent auf 172 Millionen Euro ab, wie der Konzern am Dienstag in Linz mitteilte. Dazu trugen auch höhere Kosten durch den Produktionsstart eines neuen Werks in Texas bei.
09.08.2016 08:24

Der Umsatz ging um 7,6 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro zurück. Der Überschuss brach sogar um fast zwei Drittel auf 101 Millionen Euro ein. Im Vorjahr hatte Voestalpine durch Veränderungen bei der Bilanzierung von zwei Gemeinschaftsunternehmen hohe Sondergewinne eingestrichen, die sich nicht wiederholten.

Für den weiteren Geschäftsverlauf ist das Management recht zuversichtlich. Die jüngsten Preiserholungen dürften zunehmend auch in den Konzernergebnissen ankommen. Auch im Öl- und Gasbereich erwartet Voestalpine zumindest gegen Ende des im März 2017 auslaufenden Geschäftsjahres eine "gewisse Entspannung". Der Vorstand bestätigte seine Prognose, wonach das Ebit in etwa den Vorjahreswert von knapp 890 Millionen Euro erreichen soll./enl/jha/stb

(AWP)