Volkswagen-Kernmarke VW 2016 erneut mit schwächerer Rendite

Die Volkswagen-Kernmarke VW Pkw startet mit einer erneut gesunkenen Gewinnkraft in die Umsetzung ihres Sparprogramms. Das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen insbesondere aus der Dieselkrise ging bei der Stammmarke mit dem blauen VW-Logo im vergangenen Jahr um 11,1 Prozent auf 1,87 Milliarden Euro zurück, wie das im Dax notierte Unternehmen am Dienstag in Wolfsburg mitteilte. Gründe seien unter anderem ein Volumenrückgang, aber auch Wechselkurseffekte sowie höhere Rabatte infolge der Dieselaffäre um manipulierte Abgastests. Der Umsatz der Marke sank um 0,6 Prozent auf 105,7 Milliarden Euro. Damit blieben von 100 Euro Erlös nur noch rund 1,80 Euro als Betriebsgewinn übrig. Im Vorjahr hatte die Marge bei 2 Prozent gelegen.
14.03.2017 10:01

VW-Markenchef Herbert Diess und die bei VW mächtige Arbeitnehmervertretung hatten mit dem sogenannten "Zukunftspakt" ein Sparprogramm ausgehandelt, das die jährlichen Kosten bis 2020 weltweit um rund 3,7 Milliarden Euro senken soll, die Marge soll dadurch auf 4 Prozent verdoppelt werden. Dazu werden bis zu 30 000 Jobs abgebaut, im Gegenzug sollen in Zukunftsbereichen wie den softwaregestützten Mobilitätsdienstleistungen mehrere Tausend Stellen neu geschaffen werden. Die tschechische VW-Tochter Skoda konnte die Marge 2016 um 1,4 Prozentpunkte auf 8,7 Prozent steigern.

Die Konzernzahlen hatte VW bereits Ende Februar vorgelegt. Der Umsatz stieg um knapp 2 Prozent auf 217,3 Milliarden Euro, unter dem Strich betrug der Gewinn 5,1 Milliarden nach einem Milliardenverlust ein Jahr zuvor./men/stb

(AWP)