Volkswagen spart bei Sachinvestitionen - Hohe Zahlungsabflüsse für Dieselkrise

Der Volkswagen -Konzern hat im ersten Quartal seine Sachinvestitionen angesichts der zu erwartenden finanziellen Belastungen aus der Dieselkrise deutlich zurückgefahren. Im Konzernbereich Automobile investierte VW 1,84 Milliarden Euro in neue Anlagen und Modelle sowie Elektroantriebe, wie das im Dax notierte Unternehmen am Mittwoch in Wolfsburg mitteilte. Das waren rund 13,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor und nur noch 3,8 Prozent der Umsätze.
03.05.2017 10:33

Ein Jahr zuvor hatte VW noch 4,9 Prozent des Umsatzes für Sachinvestitionen ausgegeben. Allerdings schwankt die Quote im Jahresverlauf auch relativ stark. Bis 2021 will VW die Quote aber auf 6 Prozent drücken, 2016 betrug sie 6,9 Prozent.

Im laufenden Geschäftsjahr werde ein zweistelliger Milliardenbetrag für die Kosten der Dieselaffäre abfliessen, wiederholte Finanzchef Frank Witter Aussagen von der Bilanzpressekonferenz Mitte März. Im ersten Quartal führten die Zahlungen vor allem für Rechtsstreitigkeiten in den USA bereits zu einem Nettomittelabfluss von 2,6 Milliarden Euro.

Witter verwies aber auf eine "solide finanzielle Basis". Die Nettoliquidität - also das für Auszahlungen verfügbare Bargeld - lag am Ende des ersten Quartals bei 23,6 Milliarden Euro. Volkswagen hat für die Kosten des Dieselskandals insgesamt bereits 22,6 Milliarden Euro verbucht./men/fbr

(AWP)