Volkswagens Fahrdienst-Hoffnung Gett kauft New Yorker Rivalen Juno

Der von Volkswagen mitfinanzierte Uber-Konkurrent Gett hat den kleineren Wettbewerber Juno aus New York geschluckt. Der Kaufpreis liegt bei 200 Millionen Dollar (184 Mio Euro), wie eine Gett-Sprecherin am Mittwoch (Ortszeit) auf Nachfrage bestätigte. Zuvor hatten die Tech-Website "TechCrunch" und "Capital" über den Deal berichtet.
27.04.2017 06:31

Juno war 2016 mit einer Taxiersatz-App in New York gestartet. Die Firma versucht sich als freundlicher und fairer Gegenentwurf zum umstrittenen Branchenführer Uber zu vermarkten, der den US-Markt klar dominiert. Gett rüstet sich durch den Juno-Zukauf für den Wettkampf mit dem Rivalen Lyft um den zweiten Platz im US-Fahrdienst-Geschäft.

Volkswagen ist über seine Digitalmarke Moia an Gett beteiligt und setzt grosse Hoffnungen auf das Start-up, das bislang in rund 100 Städten weltweit vertreten ist. Im vergangenen Jahr steckte der deutsche Autoriese 300 Millionen Euro in die Firma aus Israel. Gett soll ein zentraler Baustein des Geschäftsbereichs für Mobilitätsdienste werden, mit dem VW grosse Pläne hat./hbr/DP/zb

(AWP)