Vonovia sichert sich mehr als 90 Prozent an Conwert

(Ausführliche Fassung) - Der deutsche Immobilienkonzern Vonovia ist bei der Übernahme seines österreichischen Wettbewerbers Conwert praktisch am Ziel. Vonovia habe mehr als 90 Prozent aller Anteile angedient bekommen, teilte Conwert am Abend in Wien auf Basis vorläufiger Zahlen mit. Damit wäre eine Zwangsabfindung der restlichen Conwert-Aktionäre möglich.
23.03.2017 21:34

Das Übernahmeangebot konnte von den Conwert-Aktionären im Rahmen einer Nachfrist angenommen werden. Das offizielle Endergebnis werde am kommenden Montag von Vonovia bekanntgegeben, hiess es.

Der deutsche Branchenprimus Vonovia hatte im vergangenen Jahr die milliardenschwere Übernahme von Conwert eingefädelt. Bis Dezember hatte Vonovia knapp 72 Prozent der Anteile eingesammelt. Am Donnerstag um 17 Uhr endete nun die Nachfrist, bei der bislang nicht überzeugte Aktionäre ihre Anteile noch anbieten konnten.

Vonovia hält sich laut Angebotsunterlagen offen, ob die restlichen Conwert-Aktionäre zwangsweise abgefunden werden sollen. Vorerst soll die Aktie weiter an der Wiener Börse gehandelt werden. Conwert ist im österreichischen Leitindex ATX enthalten, Vonovia im deutschen Leitindex Dax.

Die Investmentgesellschaft Petrus Advisers, die nach eigenen Angaben einen "signifikanten Anteil" an Conwert hält, hatte die verbliebenen Aktionäre am Montag dazu aufgerufen, das Angebot nicht anzunehmen und dies unter anderem mit der Aussicht auf steigende Ausschüttungen begründet. Petrus Advisers hatte bei der letzten Stimmrechtsmitteilung im September erklärt, noch 1,65 Prozent an Conwert zu halten./APA/das/edh

(AWP)