Vonovia verdient deutlich mehr - Übernahmen geben Auftrieb

BOCHUM (awp international) - Deutschlands grösster Immobilienkonzern Vonovia hat in den ersten neun Monaten dank seiner jüngsten Zukäufe deutlich mehr verdient. Das in der Branche viel beachtete operative Ergebnis aus dem laufenden Geschäft (FFO 1 - Funds from Operations) stieg um 29,8 Prozent auf 571,6 Millionen Euro, wie die im Dax notierte Gesellschaft am Donnerstag in Bochum mitteilte. Neben den Übernahmen profitierte Vonovia (ehemals Deutsche Annington) auch von steigenden Mieteinnahmen sowie einem geringeren Leerstand. Die Mieteinnahmen stiegen in den ersten neun Monaten um 13,4 Prozent auf 1,156 Milliarden Euro.
03.11.2016 07:10

Zudem verdiente das Unternehmen mit Dienstleistungen rund um die Immobilie fast doppelt soviel. Die Leerstandsquote ging im Vergleich zum Vorjahr zurück. Die Aufwendungen für die Instandhaltung und Modernisierung stiegen um 10,4 Prozent auf 516,7 Millionen Euro. Der Konzernüberschuss legte auf 278,3 Millionen Euro zu, nach 193,5 Millionen im Vorjahr. Deutschlands grösster Immobilienkonzern mit Sitz in Bochum ist in den vergangenen Jahren vor allem durch Grossübernahmen wie Gagfah, Süddeutsche Wohnen (Südewo) und Franconia stark gewachsen. Vonovia beschäftigte zuletzt rund 7100 Mitarbeiter.

Vonovia zeigt sich nach dem Gewinnsprung weiterhin zuversichtlich. Das in der Branche viel beachtete operative Ergebnis aus dem laufenden Geschäft (FFO 1 - Funds from Operations) werde 2016 den Höchstwert von rund 760 Millionen Euro erreichen, so Vonovia weiter. Damit bestätigte das Unternehmen die zum Halbjahr angehobene Prognose am oberen Ende der Gewinnspanne. Von dem Gewinnanstieg sollen auch die Aktionäre profitieren. Das Vonovia-Management um Unternehmenschef Rolf Buch plant, die Dividende um 19 Prozent auf 1,12 Euro anzuheben.

Für das kommende Jahr rechnet das Unternehmen erneut mit mehr Gewinn. Der FFO 1 soll 2017 auf 830 bis 850 Millionen Euro steigen. Die geplante Milliardenübernahme sei dabei noch nicht berücksichtigt, hiess es. Der Bochumer Immobilienriese will das börsennotierte Wiener Immobilienunternehmen Conwert mit seinen rund 24 500 vorwiegend in Deutschland gelegenen Wohnungen übernehmen. Das erwartete Gesamtvolumen liegt bei rund 2,9 Milliarden Euro.

Zudem plant Vonovia 2017 Investitionen in Höhe von einer Milliarde Euro. Schwerpunkte dabei seien Neubau, Dachaufstockung und Modernisierung. Einschliesslich der Ausgaben für die Neubauten will Vonovia seine Investitionen im laufenden Jahr auf bis zu 840 Millionen Euro ausbauen. Mit sanierten Wohnungen können Vermieter in der Regel auch die Mieten anheben. Vonovia verfügt über bundesweit rund 340 000 Wohnungen mit regionalen Schwerpunkten in Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Baden-Württemberg./mne /he

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(AWP)