VP Bank verdient im Halbjahr weniger - Personalo

(Ergänzt um weitere Informationen)
30.08.2016 08:39

Vaduz (awp) - Die VP Bank hat in den ersten sechs Monaten 2016, wie bereits Mitte Juni angekündigt, deutlich weniger verdient als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn der Vorjahresperiode war jedoch durch einen positiven Einmaleffekt aus der Fusion mit der Centrum Bank beeinflusst. Das Institut plant nun eine Rekrutierungsoffensive und will während der nächsten drei Jahre jeweils mindestens 25 neue Senior-Kundenbetreuer einstellen.

Die Liechtensteiner Bankengruppe erzielte in den ersten sechs Monaten 2016 einen Konzerngewinn von 24,4 Mio CHF. Im Vorjahr hatte dank eines positiven Einmaleffekts (25 Mio) aus der Fusion mit der Centrum Bank ein Gewinn 40,9 Mio resultiert. Unter Ausschluss dieses Einmaleffektes liege der Halbjahresgewinn 53% über dem Vorjahreswert, teilte das Institut am Dienstag mit.

Der Bruttoerfolg reduzierte sich um knapp 33% auf 129,8 Mio im Vorjahr. Unter Ausklammerung der Centrum-Effekte im übrigen Erfolg erhöhte sich der Bruttoerfolg allerdings um 7,3 Mio, wie es heisst.

GESCHÄFTSAUFWAND REDUZIERT

Dabei steuerte der Erfolg aus dem Zinsengeschäft 49,5 Mio CHF und damit 17% mehr als im Vorjahr bei. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sank dagegen als Folge der gesunkenen Börsenumsätze um 8% auf 60,7 Mio und der Handelserfolg reduzierte sich um 7% auf 17,7 Mio CHF. Aus den Finanzanlagen resultierte ein Erfolg von 1,2 Mio, nach einem Verlust von 5,7 Mio im Vorjahr.

Gleichzeitig sank der Geschäftsaufwand um 7,6% auf 89,4 Mio CHF. Dabei nahm der Sachaufwand um 17% auf 24,4 Mio ab; der Rückgang ist laut VP Bank auf die Fusion mit der Centrum Bank und dem zeitlich begrenzten Parallelbetrieb im Vorjahr zurückzuführen. Der Personalaufwand nahm derweil um 3,3% auf 65,0 Mio ab und die ausgewiesene Cost/Income Ratio erhöhte sich auf 68,9% nach 59,4% im Vorjahr.

Die betreuten Kundenvermögen der VP Bank Gruppe beliefen sich zur Jahresmitte auf 34,0 Mrd, nach 34,8 Mrd per Ende 2015. Davon betrug die performancebedingte Vermögensabnahme 0,5 Mrd. Inklusive Custody-Vermögen belief sich das Kundenvermögen auf 39,8 Mrd nach 41,4 Mrd per Ende 2015.

WEITERHIN NEUGELDABFLUSS IN EUROPA

Im Halbjahr flossen zwar erneut Kundengelder von netto 0,2 Mrd ab, im Vorjahr waren es aber noch 0,5 Mrd (ohne Akquisitionen) gewesen. Während in Asien und im Fondsbereich ein deutlicher Zustrom von Gelder verzeichnet worden sei, hätten Kunden in Europa vor dem Hintergrund des regulatorischen Umfeldes weiterhin Gelder abgezogen. Zudem habe sich der aktiv gesteuerte Rückgang der Kundeneinlagen in der Bilanz teilweise negativ auf das Netto-Neugeld ausgewirkt, heisst es in der Mitteilung weiter.

Auch im zweiten Halbjahr erwarte die Bank ein volatiles Marktumfeld, das sich auf den Geschäftsverlauf und das Ergebnis auswirken könne, schreibt das Institut zum Ausblick. Die Entwicklungen bezüglich Steuertransparenz und Informationsaustausch schritten weiter voran und hätten direkte Auswirkungen auf die Kunden und die Geschäftsbereiche der Gruppe sowie den Finanzplatz Liechtenstein.

"Um das organische Wachstum voranzutreiben, planen wir, im Rahmen einer Rekrutierungsoffensive während der nächsten drei Jahre pro Jahr zusätzlich mindestens 25 neue Senior-Kundenbetreuer anzustellen", sagt CEO Alfred Moeckli in der Medienmitteilung.

sig/ra

(AWP)