VW-Chef Müller beklagt 'Kampagne' gegen Dieselmotor

Volkswagen-Konzernchef Matthias Müller sieht in der Diskussion um Fahrverbote und den Schadstoffausstoss von Dieselfahrzeugen eine Kampagne. "Die gegen den Dieselmotor laufende Kampagne ist heftig, der Marktanteil des Diesels rückläufig", sagte der VW-Vorstandschef der "Neuen Zürcher Zeitung" (Freitag). "Doch man tut dem Diesel unrecht. Ich plädiere für eine sachliche, ausgewogene Diskussion." Die neuesten Diesel-Generationen seien "sehr gut", vor allem beim Ausstoss des klimaschädlichen Kohlendioxid-Gases (CO2).
21.07.2017 11:13

Seit Monaten suchen deutsche Grossstädte nach Lösungen, wie sie die Schadstoffbelastung mit den gesundheitsgefährdenden Stickoxiden auf ihren Strassen reduzieren können. In Stuttgart und München drohen insbesondere älteren Diesel-Autos Fahrverbote. In Europa müssen die Autobauer allerdings den CO2-Ausstoss ihrer Fahrzeugflotten in den kommenden Jahren deutlich senken. Ansonsten drohen ihnen wegen EU-Regeln deutliche Strafen.

"Die Realisierung wird sehr hart", gab Müller zu. Die Dieselmotoren verbrauchen pro gefahrenem Kilometer tendenziell weniger Kraftstoff und stossen daher auch weniger CO2 aus - so sollen sie bei der Reduktion der Flottenemissionen helfen. Allerdings geht der Trend auch bei Dieselfahrzeugen zu grösseren, schwereren Autos mit immer mehr Pferdestärken und dementsprechend höherem Verbrauch./men/stw

(AWP)