VW-Kernmarke Volkswagen Pkw setzt sich ehrgeizigere Ziele

Die Volkswagen-Kernmarke will im laufenden Jahr ihre Ertragskraft dank des laufenden Sparprogramms noch einmal spürbar steigern. Die operative Umsatzrendite soll zwischen 4 und 5 Prozent liegen, wie das Unternehmen am Mittwoch in Wolfsburg mitteilte. Im vergangenen Jahr war die Marge von 1,8 auf 4,1 Prozent gestiegen, was deutlich mehr war als die ursprünglich angepeilten bis zu 3,5 Prozent. VW hatte allerdings auch einige ertragsschwache Geschäftsteile aus der Marke ausgegliedert, was die Marge im Vergleich mit dem Vorjahr nach oben trieb. Der besseren Wettbewerbsfähigkeit stünden in diesem und dem kommenden Jahr spürbar höhere Belastungen gegenüber, hiess es. Dazu gehörten die Umstellung auf den neuen Prüfstandszyklus WLTP, Bemühungen zur Senkung von klimaschädlichen CO2-Abgasen und Anlaufkosten für neue Elektroautomodelle.
14.03.2018 10:09

Der Umsatz soll in diesem Jahr von dem Vorjahreswert 80 Milliarden Euro um bis zu 10 Prozent zulegen. Im vergangenen Jahr hatte das Plus auf vergleichbarer Basis rund 8 Prozent betragen.

Die Hausmarke des Wolfsburger Konzerns hatte im Herbst 2016 den sogenannten "Zukunftspakt" mit den Arbeitnehmern vereinbart, der bis zu 3,7 Milliarden Euro an jährlichen Kosten bis 2020 einsparen soll. "Stand heute sind bereits rund 2 Milliarden realisiert", sagte Markenchef Herbert Diess laut Redetext. Insgesamt fallen in dem Programm weltweit bis zu 30 000 Stellen durch Vorruhestand und Altersteilzeit weg, 23 000 davon in Deutschland. Im Gegenzug sollten 9000 Stellen in Zukunftsfeldern wie der Software-Entwicklung entstehen.

Mittelfristig peilt die Kernmarke mit dem blauen Logo auch 2020 weiter eine operative Rendite von 4 bis 5 Prozent an. Langfristig sollen es 6 Prozent werden. Diesen Wert erreichen vergleichbare Massenhersteller wie die französische Peugeot- und Opel-Mutter PSA Group im Autobau bereits./men/stk

(AWP)