VW-Konzernchef bekennt sich zu US-Geschäft: 'Grössere Rolle als heute'

VW -Konzernchef Matthias Müller hat sich inmitten der Diskussionen um eine stärker abgeschottete US-Handelspolitik zu den Standorten des Autobauers in den Vereinigten Staaten bekannt. Das Land bleibe - trotz der dort zuerst bekanntgewordenen Dieselkrise - ein "strategischer Kernmarkt" sowohl für den VW-Gesamtkonzern als auch für die Hauptmarke VW Pkw. "Wir stehen zu unseren Investitions- und Standortentscheidungen und wollen langfristig in den USA eine deutlich grössere Rolle spielen als heute", sagte der Manager am Dienstag in Wolfsburg. Vor allem die Töchter Porsche und Audi seien dort erfolgreich.
14.03.2017 10:38

Der neue US-Präsident Donald Trump hatte bei einheimischen und ausländischen Autobauern zuletzt grosse Sorgen wegen möglicher Strafzölle ausgelöst. Wie Volkswagen produzieren viele Unternehmen in Mexiko und beliefern von dort aus den wichtigen US-Markt zu geringen Kosten, weil beide Länder zur nordamerikanischen Freihandelszone Nafta gehören. VW, aber auch Daimler und BMW unterhalten zudem Werke in den USA selbst. Von dort werden auch viele Autos aus den USA exportiert. VW-Finanzvorstand Frank Witter betonte, man beobachte in der Wirtschaftspolitik generell mehr "protektionistische Tendenzen"./jap/DP/stb

(AWP)