VW-Nutzfahrzeug-Chef: Globale Konzernaufstellung muss stärker werden

HANNOVER (awp international) - Volkswagens Nutzfahrzeug-Vorstand Andreas Renschler hat die Notwendigkeit für mehr Internationalität im Lastwagen- und Busgeschäft der Wolfsburger betont - und so die Spekulationen über neue Zukäufe abermals befeuert. "Es gibt keine Alternative zu einer soliden globalen Aufstellung, um mit den starken Schwankungen unserer Geschäftsverläufe zurechtzukommen. Denn die grossen Transport- und Lkw-Märkte verlaufen selten einheitlich. Was wir also machen müssen, ist, die regionalen Höhen und Tiefen auszubalancieren", sagte Renschler am Dienstagabend zum Start der Branchenleitmesse IAA.
20.09.2016 18:22

"Daher haben wir gerade unsere strategische Allianz mit [dem US-Nutzfahrzeughersteller] Navistar bekanntgegeben", sagte Renschler. Komplett unter dem VW -Konzerndach stehen bisher die zugekauften Lkw- und Busbauer MAN und Scania sowie das Eigengewächs der leichteren VW-Nutzfahrzeuge. Diese Dreier-Einheit ist stark in Europa und Südamerika, hat aber etwa in den USA und Asien Nachholbedarf.

VW hatte bereits vor gut zwei Jahren bekanntgegeben, langfristig Marktführer Daimler vom Nutzfahrzeug-Thron stossen zu wollen. Das wäre ohne Zukäufe unmöglich, Daimler verkauft in der Klasse über 6 Tonnen rund doppelt so viele Fahrzeuge. Renschler ist seit gut eineinhalb Jahren Chef der VW-Nutzfahrzeugsparte. Zuvor sass er beim Konkurrenten Daimler im Vorstand - dort auch lange mit Zuständigkeit für die Nutzfahrzeuge./loh/DP/jha

(AWP)