VW-Tochter Audi mit weiteren Diesel-Rückstellungen - Porsche-Rendite steigt

Die VW-Konzerntochter Audi hat im vergangenen Jahr insgesamt 1,8 Milliarden Euro an Sonderkosten für die Beilegung von Diesel-Rechtsverfahren vor allem in den USA verbuchen müssen. Das sind rund eine Milliarde mehr als das Unternehmen nach 9 Monaten zurückgelegt hatte. Auch ohne die Sonderkosten für die Dieselkrise sank die bereinigte Umsatzrendite der Ingolstädter Oberklassetochter von 8,8 auf 8,2 Prozent ab, wie die Konzernmutter VW am Dienstag in Wolfsburg mitteilte. Der starke Wettbewerb, Wechselkurse sowie hohe Vorleistungen für neue Produkte und Technologien hätten belastet, hiess es.
14.03.2017 10:01

Der Volkswagen-Konzern insgesamt hatte im vierten Quartal weitere 4,4 Milliarden Euro für Diesel-Rechtsstreitigkeiten beiseite gelegt. Im letzten Jahresviertel standen daher bei den Wolfsburgern rote Zahlen unter dem Strich, auch wenn im Gesamtjahr 5,1 Milliarden Euro Gewinn (Vorjahr minus 1,6 Mrd) erzielt wurden. In den USA hat das Unternehmen in Vergleichen unter anderem mit Behörden und Kunden die Zahlung von umgerechnet rund 22,7 Milliarden Euro zugesagt, 2016 kostete die Dieselaffäre rund 6,4 Milliarden Euro.

Porsche bleibt bei der Gewinnkraft gut im Rennen. Nach 15,8 Prozent Rendite im Vorjahr blieben diesmal je 100 Euro Umsatz der Sportwagentochter rund 17,4 Euro als Betriebsgewinn hängen./men/stk

(AWP)