VW-Tochter Audi muss wegen China weiter Absatzeinbussen hinnehmen

Der Autobauer Audi hat im Mai erneut den Streit mit chinesischen Autohändlern zu spüren bekommen. Im vergangenen Monat lieferte die VW-Oberklassetochter mit 159 600 Autos 2,8 Prozent weniger Fahrzeuge aus als ein Jahr zuvor, wie die Ingolstädter am Donnerstag mitteilten. Dabei fiel insbesondere das Minus von 4 Prozent im grössten Einzelmarkt China ins Gewicht. In dem Land macht Audi eine weitere Vertriebsschiene auf und hatte sich daher mit den bisherigen Händlern angelegt. Allerdings fällt der Rückgang mittlerweile deutlich geringer aus als noch zu Jahresbeginn. Vertriebschef Dietmar Voggenreiter sieht Audi nach der Einigung mit den skeptischen Händlern auf dem Weg der Besserung. "Bereits die letzten Mai-Tage haben gezeigt, dass wir eine zügige Erholung der Verkäufe in China sehen werden und rasch zu alter Marktposition zurückkehren", sagte er.
08.06.2017 11:11

Insgesamt ist Audi in den ersten fünf Monaten vor allem wegen der Probleme in China weltweit 5,9 Prozent weniger Autos losgeworden als vor einem Jahr. In Europa gab es im Mai nur ein kleines Verkaufsplus, Frankreich, Italien und Spanien fingen einen Rückgang in Grossbritannien auf. In den USA lief es wie bereits bekannt etwas besser./men/fbr

(AWP)