VW-USA-Chef Woebcken: 'Offene Märkte sind Erfolgsgarant für alle'

Volkswagens Nordamerika-Chef Hinrich Woebcken hat sich vor dem Hintergrund des aggressiven "Amerika zuerst"-Kurses von US-Präsident Donald Trump für freien Handel ausgesprochen. "Die Offenheit der Märkte ist in den letzten Jahrzehnten ein Erfolgsgarant für alle Hersteller gewesen", sagte der Manager der Deutschen Presse-Agentur bei der New York Auto Show. Trumps Pläne würden "sicherlich für alle Autohersteller Konsequenzen haben". Der US-Präsident fordert mehr US-Jobs und droht mit hohen Strafzöllen.
16.04.2017 20:42

Obwohl VW eine grosse Präsenz in Mexiko hat, dem benachbarten Niedriglohnland, das Trump besonders auf dem Kieker hat, demonstriert Woebcken jedoch Gelassenheit. "Wir sind relativ selbstbewusst, was die Standortsituation in den USA betrifft." VW beschäftige dort über 6000 Mitarbeiter direkt, inklusive Händler- und Zuliefernetz stütze man über 120 000 US-Jobs. "Insofern stehen wir zu dem Land und werden auch weiter hier investieren", verspricht Woebcken.

Wie viele seiner Drohungen Trump wahr mache, darüber könne derzeit nur spekuliert werden. Woebcken ist nicht bange: "VW ist ein Unternehmen mit über 100 Standorten weltweit, natürlich haben wir diverse Möglichkeiten zu reagieren." Grundsätzlich wünsche sich VW als internationales Unternehmen einen "fairen und globalen Handel"./hbr/DP/he

(AWP)