VW will offenbar Komponentengeschäft bündeln - Verkauf von Randbereichen möglich

FRANKFURT (awp international) - Der vom Abgasskandal durchgeschüttelte Volkswagen -Konzern (VW ) will Kreisen zufolge durch die Bündelung des Komponentengeschäfts Geld sparen. Auch die Trennung von Randaktivitäten werde geprüft, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Nachricht gab den VW-Vorzugsaktien im späten ausserbörslichen Geschäft leichten Auftrieb. Der Konzern war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
14.06.2016 22:34

Der VW-Vorstand habe die Pläne dem Aufsichtsrat am Dienstag vorgelegt, hiess es weiter. Möglich sei eine Bekanntgabe anlässlich der Vorstellung der neuen Strategie des Konzerns an diesem Donnerstag. VW wolle die für das Komponentengeschäft zuständigen Einheiten seiner Marken in eine einzige überführen. Die Massnahme würde 70 000 Mitarbeiter in mehr als zwei Dutzend Standorten weltweit betreffen. Durch ein einziges Management und eine einheitliche Strategie sollten Kosten gespart und die Effizienz gesteigert werden.

Zudem wolle der Konzern sein Beteiligungsportfolio prüfen, was zu einem Verkauf von Randgeschäften führen könne. Dazu gehörten die Motorrad-Marke Ducati, das Turbo- und Dieselgeschäft von MAN sowie MAN Renk. Entscheidungen, welche Bereiche verkauft werden sollen, seien aber noch nicht gefallen./he

(AWP)