VZ Holding mit fast unverändertem Reingewinn - Dividende unverändert

(Erweiterte Fassung, weitere Details zu Jahresergebnis) - Die VZ Holding hat im vergangenen Geschäftsjahr 2016 zwar etwas mehr Erträge erwirtschaftet, beim Reingewinn aber stagniert. Die Dividende bleibt entsprechend unverändert. Für das laufende Jahr zeigt sich der Finanzdienstleister verhalten optimistisch und will etwas stärker wachsen als letztes Jahr.
06.03.2017 08:50

Der Betriebsertrag legte um 4,2% auf 235,9 Mio CHF zu, wobei das Wachstum laut Mitteilung vom Montag in der zweiten Jahreshälfte mit 7,1% deutlich stärker ausfiel als im ersten Semester (+1,2%). Den Mehrerträgen von 9,5 Mio standen im Berichtsjahr zusätzliche Betriebskosten von 8,8 Mio gegenüber. Darin widerspiegle sich einerseits die wachsende Anzahl von Kunden und Dienstleistungen, andererseits investiere die Gruppe laufend in zukünftiges Wachstum, heisst es dazu.

Das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA wuchs minime 0,6% auf 107,2 Mio CHF, und unter dem Strich verblieb beim Reingewinn mit 84,1 Mio CHF 0,2% weniger als 2015. Die Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende von 4,20 CHF erhalten. Damit halte der Verwaltungsrat an seiner Politik fest, rund 40% des Gewinns an die Aktionäre auszuschütten.

Mit dem vorgelegten Zahlenkranz hat VZ die Prognosen von Analysten mehr oder weniger erfüllt und blieb auch im Bereich der Halbjahres-Guidance. Analysten hatten gemäss AWP-Konsens einen Betriebsertrag von 235,6 Mio, einen EBITDA von 106,6 Mio sowie einen Reingewinn von 83,9 Mio CHF geschätzt. Die Dividende wurde im Schnitt leicht höher bei 4,30 CHF gesehen.

NETTONEUGELD PRO BERATER UNTER ZIELBEREICH

Man habe auch vergangenen Jahr "sehr viele" Kunden dazugewonnen, schreibt VZ. Insgesamt flossen der Gruppe im zweiten Halbjahr dabei praktisch gleichviele Netto-Neugelder zu wie im ersten Halbjahr, was für das Gesamtjahr einen Betrag von 2,02 Mrd CHF (VJ 2,23 Mrd) ergibt. Die verwalteten Vermögen lagen Ende 2016 bei 18,4 Mrd CHF gegenüber 17,3 Mrd zum Halbjahr bzw. 16,5 Mrd CHF per Ende 2015.

Die Anzahl der VZ-Berater mit Kunden- und Budgetverantwortung erhöhte sich im Berichtsjahr um 13 auf 125 Vollzeitstellen (FTE) im Jahresdurchschnitt. Für 2017 erwartet VZ gemäss Slides zu einer Präsentation im Durchschnitt 138 Berater. Per Ende 2018 will die Gruppe gemäss ihren Zielen 160 Berater auf ihrer Lohnliste haben.

In Bezug auf Netto-Neugeld haben die Berater die Ziele im letzten Jahr nicht erfüllt. Der Betrag lag mit 16,1 Mio jedenfalls unter dem Zielbereich von 17 bis 20 Mio CHF, aber vor allem auch deutlich unter dem Vorjahreswert von 19,9 Mio.

WEITERE INITIATIVEN

In Bezug auf die Produkte hat sich laut VZ die Nachfrage nach der beruflichen Vorsorge für KMU "besonders erfreulich" entwickelt. Auch der VersicherungsPool, der Privathaushalten günstige Sach- und Haftpflichtversicherungen anbiete, habe sein erstes volles Geschäftsjahr "erfolgreich abgeschlossen".

Für 2017 zeigt sich die VZ-Gruppe verhalten optimistisch. Die Konjunktur habe sich in den letzten Monaten weiter gefestigt und die Aussichten seien grundsätzlich intakt, auch wenn das Potenzial für Überraschungen gross bleibe, sagt CEO Matthias Reinhart in der Mitteilung. Die Negativzinsen verstärkten zudem den Margendruck in der Finanzbranche, was auch an VZ nicht spurlos vorbeigehen werde. Für 2017 erwartet der CEO ein "leicht höheres Ertragswachstum".

Unter dem Kapital "wichtigste Initiativen" für dieses Jahr nennt VZ etwa den Start der VZ Depotbank Deutschland, gleichzeitig werde das neue Kundentool "MeinFinanzportal" weiterentwickelt. Zudem soll das Niederlassungsnetz in der Schweiz "weiter verdichtet" werden. Die operativen Margen soll dabei auf den langfristigen Zielwerten gehalten werden.

uh/rw

(AWP)