Wachstum von arabischer Fluglinie Etihad verliert an Schwung

Bei der arabischen Fluglinie Etihad sind die Zeiten des rasanten Wachstums vorerst vorbei. Die Zahl der Passagiere stieg 2016 um 6 Prozent auf 18,5 Millionen - das ist der kleinste Zuwachs seit sieben Jahren. Im Jahr 2015 stieg die Zahl der Reisenden noch um 17 Prozent.
08.02.2017 14:37

Die staatliche Fluglinie leidet ähnlich wie die grösseren Rivalen Emirates und Qatar Airways darunter, dass Ölkonzerne wegen der niedrigen Rohstoffpreise nicht mehr so viel Personal um die Welt schicken. Zudem verderben die Anschläge weltweit einigen Touristen die Lust auf Flugreisen.

Gleichzeitig sorgen die niedrigen Notierung auch bei den Besitzern der Airlines für neue Sparsamkeit. Die Öl- und Gaseinnahmen, die den Herrscherfamilien in Abu Dhabi, Dubai und Katar bislang einen extrem grossen finanziellen Spielraum bescherten, sprudeln nicht mehr so üppig wie früher.

Etihad rechne deshalb mit einem weiteren schwierigen Jahr und werde vorsichtig expandieren, sagte Konzernchef James Hogan am Mittwoch. Hogan tritt noch dieses Jahr zurück. Der Australier stand nicht nur wegen des langsamen Wachstums unter Druck, sondern auch wegen einer im Nachhinein verfehlten Europa-Strategie. Mit Beteiligungen an verlustträchtigen Airlines wie Air Berlin oder Alitalia versenkte Etihad Milliarden.

(AWP)