Wacker Chemie profitiert vom Bauboom - Starker Euro bleibt aber Thema

Ein starkes Geschäft mit der Bauindustrie hat dem Spezialchemiekonzern Wacker Chemie zum Jahresstart einen operativen Gewinnsprung beschert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11 Prozent auf fast 255 Millionen Euro, wie das MDax -Unternehmen am Donnerstag in München mitteilte. Unter dem Strich verdienten die Münchener mit gut 79 Millionen zwar deutlich weniger als vor einem Jahr, allerdings hatte da der Verkauf von Anteilen der ehemaligen Tochter Siltronic für einen Sondereffekt gesorgt.
26.04.2018 07:48

Beim Umsatz bekamen die Münchener weiter den starken Euro sowie den Produktionsstopp am US-Standort Charleston zu spüren. Die Anlage zur Herstellung von Reinstsilizium (Polysilicium) für die Solarindustrie war bei einem Unglück beschädigt worden und soll nun schrittweise wieder hochgefahren werden. Der Konzernumsatz lag angesichts dieser Belastungen mit 1,2 Milliarden Euro auf dem Vorjahresniveau.

Am Ausblick für 2018 hält Konzernchef Rudolf Staudigl vorerst fest, macht aber Hoffnung auf mehr. "Sehr gut hat sich im Berichtsquatal das Chemiegeschäft entwickelt. Sofern diese Entwicklung weiter anhält und keine unvorhergesehenen Ereignisse die Konjunktur beeinträchtigen, ist es nicht ausgeschlossen, dass wir unsere derzeitige Ergebnisprognose für das Gesamtjahr übertreffen werden." Aktuell strebt Wacker Chemie ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich an. Das Ebitda soll im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen./mis/jha/

(AWP)