Wacker Chemie und Tochter Siltronic drehen zum Jahresende auf

Der Spezialchemiekonzern Wacker und seine Halbleiter-Tochter Siltronic haben ein durchwachsenes Jahr 2016 mit einem Schlussspurt gerettet. "In allen Segmenten waren die Umsätze dank der guten Kundennachfrage deutlich höher als vor einem Jahr", erklärte Konzernchef Rudolf Staudigl am Mittwoch in München. "Insgesamt verzeichnen wir das bislang umsatzstärkste Schlussquartal." Im Gesamtjahr konnte Wacker so den Umsatz noch leicht steigern, allerdings litt der Gewinn unter höheren Abschreibungen. Wacker stellt Silicium für die Solarindustrie her und ist ein wichtiger Lieferant von Dicht- und Klebemassen etwa für die Bau- und Autoindustrie.
01.02.2017 08:37

Siltronic stellt Wafer her, die die Basis für Computerchips bilden. Das Unternehmen konnte den Jahresumsatz dank des guten Schlussquartals stabil halten und das operative Ergebnis (Ebit) deutlich steigern. Siltronic erklärte, im vierten Quartal in wichtigen Produktionszweigen voll ausgelastet gewesen zu sein. Für vereinzelte Zusatzaufträge hätten bereits Preiserhöhungen durchgesetzt werden können; weitere Erhöhungen sollten folgen. "Insgesamt verlaufen die Preisverhandlungen positiv", sagte Vorstandschef Christoph von Plotho. Die Nachfrage nach Siltronic-Wafern sei ungebrochen. Das Management zeigte sich vor diesem Hintergrund "sehr positiv" gestimmt für 2017 und rechnet mit einem Umsatz von mindestens einer Milliarde Euro (VJ 933 Mio)./das/stb

(AWP)