Währungseffekte belasten Linde-Bilanz

Ungünstige Währungseffekte haben bei dem vor der Fusion mit Praxair stehenden Linde-Konzern auf die Bilanz gedrückt. Der Umsatz ging in den ersten neun Monaten im Jahresvergleich um 1,7 Prozent auf 13,05 Milliarden Euro zurück, wie Linde am Mittwochabend in München mitteilte. Zudem wirkte sich die erstmalige Anwendung von IFRS 15 negativ auf den Umsatz aus. Bereinigt um diese und Währungseffekte wären die Erlöse aber um 4,8 Prozent gewachsen.
14.11.2018 20:03

Das operative Ergebnis (Ebitda) kletterte nicht zuletzt dank Kosteneinsparungen um 4,2 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Bei Umsatz und operativen Gewinn will Linde nun im Gesamtjahr das obere Ende der Prognose-Spannen erreichen. Bislang peilt Linde beim währungsbereinigten Umsatz einen Zuwachs von bis zu vier Prozent an. Der operative Gewinn (Ebitda) könnte um bis zu fünf Prozent zulegen.

Nach jahrelangem Bemühen hatten Linde und der US-Konkurrent Praxair nach der Zustimmung aller Kartellbehörden ihre Fusion unter Dach und Fach gebracht. Allerdings unterliegt der Zusammenschluss noch Kartell-Auflagen in den USA - Linde und Praxair sollen sich aus neun Teilbereichen des Industriegasgeschäfts zurückziehen. Bis die Bedingungen erfüllt sind, müssen Linde und Praxair ihre Geschäfte weltweit getrennt voneinander führen. Die IG Metall und die Chemiegewerkschaft IG BCE kritisierten die Fusion scharf./mne/he

(AWP)