Walliser Kantonalbank mit leicht höherem Halbjahresgewinn

(Ergänzt um mehr Details)
27.07.2016 08:56

Zürich (awp) - Die Walliser Kantonalbank (WKB) hat im ersten Halbjahr einem schwierigen Umfeld getrotzt und etwas mehr Gewinn verzeichnet. Während das Zinsgeschäft, der Kernbereich der Bank, weiter wuchs, ging das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft zurück. Für das Gesamtjahr rechnet das Management mit einem Ergebnis mindestens auf Niveau des Vorjahres.

In den ersten sechs Monaten 2016 stieg der Geschäftserfolg um 0,3% auf 54,4 Mio CHF und der Nettogewinn um 0,9% auf 30,9 Mio. Trotz schwierigem Wirtschaftsumfeld habe man "gute Ergebnisse" erzielt, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Die Geschäfte hätten sich trotz negativer Zinssätze, unsicherem Wirtschaftsklima und der geplanten Erhöhung des Geschäftsaufwandes "gut" entwickelt.

MEHR PERSONALKOSTEN

Der Bruttoerfolg im wichtigen Zinsgeschäft legte um 1,8% auf 80,0 Mio CHF. Der Nettoerfolg erreichte 84,0 Mio - ein Plus von 10%. Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sank dagegen der Erfolg um 8,6% auf 16,7 Mio CHF - wegen grosser Unsicherheit an den Märkten, wie es weiter heisst.

Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft und der Fair-Value-Option legte um 37% auf 10,4 Mio zu. Dieser Bereich setze sich hauptsächlich aus dem Erfolg aus dem Devisengeschäft zusammen. Der übrige ordentliche Erfolg sank um 61% auf 2,7 Mio CHF, was bei WKB "im Wesentlichen auf die Erfolge aus Veräusserungen von Finanzanlagen" zurückgeführt wird.

Der Geschäftsaufwand stieg indes um 5,2% auf 53,9 Mio CHF, wobei der Personalaufwand mit 33,9 Mio den grössten Teil ausmachte (+6,2%). Personalbestände in den Filialen und in gewissen Schlüsselpositionen seien aufgestockt worden, so die Bank dazu. Es sei Teil der von der WKB beschlossenen Strategie, die Präsenz in Kundennähe zu erhöhen und - wie von den Bankenregulatoren verlangt - den Professionalitätsgrad zu steigern.

Mit einem Kosten-Ertrags-Verhältnis vor Abschreibungen von 47,3% gehöre die WKB nichtsdestotrotz zu den effizientesten Banken der Schweiz, so die Bank.

INVESTITIONEN IN DIE ZUKUNFT

Die "guten Ergebnisse" ermöglichten auch eine weitere Stärkung der Eigenmittel. 16 Mio CHF wurden den Reserven für allgemeine Bankrisiken zugewiesen. Inklusive 9,2 Mio CHF, welche aus einer Kapitalerhöhung im Februar 2016 stammen, stiegen die Eigenmittel damit um 25,2 Mio. Die Bilanzsumme stieg per Mitte Jahr um 2,6% auf 14,3 Mrd CHF.

Die Kundenausleihungen legten um 2,2% auf 11,1 Mrd CHF zu, was hauptsächlich auf die Zunahme der Hypothekarforderungen (+3,1% auf 8,7 Mrd) zurückzuführen sei. Die Forderungen gegenüber Kunden hingegen nahmen "in einem konkurrenzstarken Markt mit rückläufigen Investitionen" um 0,9% auf 2,4 Mrd ab.

Das erste Semester sei wie zu Jahresbeginn erwartet verlaufen, so die Walliser KB. Man stelle sich den zahlreichen Herausforderungen, indem in Personal, die Verbesserung der Informatiksysteme und in die Digitalisierung von Dienstleistungen investiert werde.

Für das zweite Halbjahr 2016 - geprägt von einer schwierigen Konjunktur, hoher Volatilität an den Märkten und Brexit-Unsicherheiten - wird mit einem Geschäftsvolumen in der Höhe des ersten Semesters gerechnet. Für das Gesamtjahr erwartet die Kantonalbank daher weiterhin einen Gewinn, der "dem guten Ergebnis 2015 nicht nachsteht".

ys/uh

(AWP)