Warenhauskonzern HBC fährt hohen Verlust ein

Die kanadische Hudson's Bay Company (HBC) ist im Geschäftsjahr 2016/17 tief in die roten Zahlen gerutscht. Vor allem das schwierige Einzelhandelsumfeld, stark gestiegene Kosten sowie Abschreibungen auf zwei Töchter zogen das Ergebnis in den Keller. Die Kanadier wollen ihren Sparkurs nun verschärfen und streichen ihre Investitionen zusammen, wie sie in der Nacht zum Mittwoch in Toronto mitteilten.
05.04.2017 09:32

Für die zwölf Monate bis Ende Januar wies der kanadische Warenhauskonzern einen Nettoverlust von 516 Millionen Kanadischen Dollar (etwa 360 Millionen Euro) aus. Im Vorjahr hatte HBC noch einen Gewinn von 387 Millionen Dollar erzielt. Die Dividende soll dennoch mit 20 Cent stabil bleiben.

Schwierig laufen die Geschäfte vor allem bei den Outlet-Läden der Marke Saks sowie der Shopping-Internetseite Gilt, die HBC erst Anfang vergangenen Jahres übernommen hatte. Als Folge musste der Konzern im vierten Quartal 116 Millionen Dollar auf die beiden Geschäftsbereiche abschreiben.

Der Umsatz sprang hingegen auch dank der Übernahme von Kaufhof im Gesamtjahr um knapp 30 Prozent auf 14,5 Milliarden Dollar nach oben. HBC hatte Kaufhof 2015 vom Handelskonzern Metro übernommen.

Die Erlöse der Kanadier wuchsen dabei im Schlussquartal nur noch gering - um 2,5 Prozent. HBC Europe, zu dem neben Kaufhof auch die Ketten Galeria Inno und Sportarena gehören, setzte sogar währungsbereinigt 2 Prozent weniger um.

HBC-Chef Jerry Storch sprach von einem schwierigen Jahr für den Einzelhandel. Die Branche kämpft mit der Konkurrenz durch Online-Anbieter. Auf die Entwicklung will Storch nun mit Einsparungen, Rationalisierungen und der Kürzung von Investitionen reagieren. Effizienzmassnahmen sollen jährlich 75 Millionen Dollar einsparen helfen. Auch Stellen sollen abgebaut werden./nas/stw/stb

(AWP)