Wdh: Air Berlin spricht mit Tui über Zusammenschluss von Touristiksparte

(Wiederholung: Im letzten Satz wurde ein Tippfehler korrigiert.)
05.10.2016 09:12

BERLIN (awp international) - Die in der Krise steckende Air Berlin verhandelt mit ihrem Grossaktionär Etihad und der Tui über eine Zusammenlegung des Air-Berlin-Touristik-Geschäfts in einem neuen Verbund. Das teilte die angeschlagene Fluglinie am Mittwoch in Berlin mit und bestätigte damit entsprechende Berichte aus der Vorwoche.

Die Fluglinie Air Berlin hatte erst vergangene Woche bekannt gegeben, dass sie bis zu 1200 Mitarbeiter entlassen und einen Teil ihrer Flotte an die Lufthansa abgeben will. Lufthansa will bis zu 40 Flieger der zweitgrössten deutschen Airline samt Besatzungen für sechs Jahre anmieten. Der Grossteil soll für die Billigtochter Eurowings fliegen, wie Lufthansa damals mitteilte.

AIR BERLIN BRINGT 35 FLUGZEUGE EIN

Air Berlin will sich auf das Kerngeschäft mit einer Flotte von 75 Maschinen von den beiden Drehkreuzen Berlin und Düsseldorf aus konzentrieren. Auch damals hiess es, das Touristikgeschäft mit 35 Flugzeugen soll in einem eigenen Geschäftsbereich zusammengefasst werden mit dem Ziel, strategische Optionen zu prüfen.

Nun will sich Air Berlin an den Gesprächen beteiligen. "Dieser Airline-Verbund könnte zu einer Kombination des derzeitigen touristischen Geschäfts der Air Berlin-Gruppe mit 35 Flugzeugen ( (...) und der deutschen Tuifly führen", teilte die Airline am Mittwoch mit. Eingeschlossen seien 14 Flugzeuge, die derzeit von Tuifly für die Air Berlin-Gruppe betrieben werden. Die geplante Transaktion stehe unter dem Vorbehalt erfolgreicher Verhandlungen und der Genehmigungen der Behörden.

VERÄNDERUNGEN AUCH BEI TUIFLY

Am Freitagabend war bereits bei Tuifly bekanntgeworden, dass Tuifly in eine neue Dachholding unter Führung von Etihad mit einer anderen Airline integriert werden soll. Arbeitnehmervertreter hatten Job-Verluste befürchtet. Aufgrund meherer Krankmeldungen der Crew war es bei Tuifly zu Flugausfällen und Verspätungen gekommen, das hatte sich auch auf Flüge von Air Berlin ausgewirkt./kil/DP/stb

(AWP)