Wdh: Deutsche Industrie setzt auf Anerkennung ausländischer Abschlüsse

(Im letzten Satz des zweiten Absatzes wurden fehlende Worte ergänzt - "allein in Handel, Industrie und Dienstleistungsbranche") - Angesichts des Fachkräftemangels setzt die deutsche Industrie verstärkt auf die Anerkennung ausländischer Abschlüsse. "Laut unserer aktuellen Konjunkturumfrage sorgt sich mehr als jedes zweite Unternehmen um die Fachkräftesicherung", sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Achim Dercks, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. An diesem Mittwoch zieht Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) in Berlin eine Bilanz nach fünf Jahren Anerkennungsgesetz.
07.06.2017 09:00

Dercks sagte, mehr denn je seien die Betriebe auf qualifiziertes Personal aus dem Ausland angewiesen. "Die Anerkennungsgesetze des Bundes und der Länder spielen dabei eine wichtige Rolle." Auf ihrer Basis könnten die Unternehmen ausländische Berufsqualifikationen und etwaige Qualifikationsbedarfe verlässlich einschätzen. "Im Jahr 2015 lag die Zahl der als voll gleichwertig anerkannten Berufsabschlüsse bei rund 63 Prozent." Zwischen 2012 und 2017 sei allein in Handel, Industrie und Dienstleistungsbranche rund 12 000 Fachkräften ein beruflicher Nachweis für den deutschen Arbeitsmarkt ausgestellt worden.

"Um den Fachkräftebedarf decken zu können, setzen Unternehmen schon heute auf qualifizierte Zuwanderung", so Dercks. "Auch hierbei kann die berufliche Anerkennung eine wertvolle Rolle spielen." Weitere Voraussetzung dafür sei aber, dass im Ausland Beratungs- und Unterstützungsstrukturen aufbaut würden./bw/DP/jha

(AWP)