Wdh Rheinschifffahrt mit erneutem Rekordumschlag im Containerverkehr

Die Schweizerischen Rheinhäfen haben auch im vergangenen Jahr im Containerverkehr einen neuen Rekordumschlag verzeichnet. Nach Gewicht sank der Güterumschlag via Rhein hingegen gegenüber dem Top-Vorjahr.
08.02.2017 16:41

Insgesamt wurden letztes Jahr in den Rheinhäfen in Basel-Stadt und Baselland 131'705 Container-Einheiten (TEU) abgewickelt. Dies entspricht einem Plus von sechs Prozent, wie die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) am Mittwoch mitteilten.

Schiffsseitig legte der Containerumschlag gar um 11,3 Prozent auf 114'498 TEU zu. Derweil sank der bahnseitige Containerumschlag um 19,54 Prozent auf 17'207 TEU. Die bestehenden Umschlagsanlagen in den Rheinhäfen seien damit bald am Anschlag, hiess es mit Verweis auf das geplante neue trimodale Containerterminal weiter.

Gewichtsmässig belief sich der Güterumschlag letztes Jahr auf 5,9 Millionen Tonnen, 6,9 Prozent weniger als 2015. Zurückzuführen ist das Minus primär auf die Mineralölprodukte, welche rund die Hälfte der Gütermengen ausmachten: 2015 waren Ausfälle der Schweizer Raffinerien mit Importen kompensiert worden, was 2016 teils wegfiel. Für das laufende Jahr sind die Hafenakteure optimistisch, sofern der Rheinpegel wieder grössere Tiefgänge zulässt.

Eine Niedrigwasserphase limitierte nämlich gegen Jahresende die Schiffskapazitäten deutlich. Dies liess Frachtpreise auf dem Rhein steigen, was die Konkurrenzlage verschlechterte.

Nach Transportrichtung betrachtet, wurde 2016 bei den Importen auf dem Rhein eine Abnahme um 8,2 Prozent auf 4,86 Millionen Tonnen registriert. Dagegen blieben die Exporte via Rhein mit 1,03 Millionen Tonnen fast stabil.

In den Rheinhäfen Basel, Birsfelden und Muttenz werden über zehn Prozent sämtlicher Schweizer Importe umgeschlagen. Bei Benzin, Diesel oder Heizöl liegt der Anteil der landesweiten Importe via Rhein gar bei gegen einem Drittel.

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(AWP)