Weko sanktioniert Waseg-Handel wegen unzulässiger Absprachen

Bern (awp) - Die Wettbewerbskommission (Weko) sanktioniert zwei Unternehmen im Zusammenhang mit dem Import von Warnblitzleuchten. Die australische Eflare Corporation Pty Ltd stellt Warnblitzleuchten her, die in der Schweiz durch die Waseg-Handel GmbH als Generalimporteurin vertrieben werden. Beide Unternehmen wurden wegen einer kartellrechtlich unzulässigen sogenannten "vertikalen Gebietsschutzabrede" sanktioniert, teilt die Behörde am Dienstag mit.
20.12.2016 10:44

Die Busse beläuft sich insgesamt auf 35'000 CHF, wie die Weko auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda bekanntgab. Die Höhe der Busse ist im Vergleich zu anderen Fällen gering.

Warnblitzleuchten von Eflare sind den Angaben nach elektronische Signalleuchten, welche zum Beispiel von der Schweizer Militärpolizei zur temporären Signalisierung auf Strassen eingesetzt werden. Im Hinblick auf einen grösseren Auftrag der Beschaffungsstelle der Schweizer Armee versuchte eine Konkurrentin von Waseg diese Warnblitzleuchten über die polnische Vertriebspartnerin von Eflare in die Schweiz zu importieren.

Der Versuch eines Parallelimports blieb allerdings erfolglos, weil sich die Herstellerin auf Wunsch der Schweizer Generalimporteurin weigerte, die polnische Vertriebspartnerin zu beliefern. Damit lag zwischen Eflare und Waseg eine kartellrechtlich unzulässige vertikale Gebietsschutzabrede vor, wie die Weko festhält.

Neben der Sanktionierung der Unternehmen genehmigte die Wettbewerbskommission einvernehmliche Regelungen, in denen sich beide verpflichten, in Zukunft keine unzulässige Gebietsschutzabrede mehr zu treffen.

Der Entscheid der Weko kann an das Bundesverwaltungsgericht weitergezogen werden.

ys/sta

(AWP)