Wells Fargo verdient trotz Scheinkonten-Skandal Milliarden

Die US-Grossbank Wells Fargo verdient trotz eines Skandals um fingierte Konten weiter gut. Im ersten Quartal blieb der Überschuss verglichen mit dem Vorjahreswert stabil bei 5,5 Milliarden Dollar (5,2 Mrd Euro), wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Die Prognosen der Analysten wurden damit übertroffen. Bei den Erlösen enttäuschte das Geldhaus die Erwartungen hingegen mit einem Rückgang um ein Prozent auf 22 Milliarden Dollar. Die Aktien fielen vorbörslich zunächst um rund zwei Prozent.
13.04.2017 14:58

Wells Fargo hatte im September eingeräumt, dass Angestellte über Jahre in grossem Stil von Kunden unautorisierte Spar- und Kreditkarten-Konten eingerichtet hatten. Tausende Mitarbeiter wurden deshalb gefeuert, auch Vorstandschef John Stumpf musste seinen Hut nehmen. Zuletzt hatte die Bank sich mit Sammelklägern auf einen Vergleich über 110 Millionen Dollar geeinigt. US-Behörden hatten zuvor bereits Bussgelder von mehr als 185 Millionen Dollar verhängt. Weitere Strafen könnten folgen./hbr/DP/jha/

(AWP)