Wells Fargo zahlt 110 Mio USD in Scheinkonten-Affäre

Für Wells Fargo wird der Skandal um fingierte Konten noch teurer. Die Grossbank hat einen Vergleich über 110 Millionen Dollar (102 Mio Euro) akzeptiert, um einen Rechtsstreit mit Sammelklägern in den USA beizulegen. Das teilte das Geldhaus am Dienstag (Ortszeit) in San Francisco mit. Mit dem Geld sollen Kunden entschädigt werden, in deren Namen Mitarbeiter unautorisierte Konten eröffneten, um von der Bank vorgegebene Verkaufsziele zu erreichen.
29.03.2017 15:08

Wells Fargo hatte wegen der Affäre bereits im September Geldstrafen in Höhe von mehr als 185 Millionen Dollar von mehreren US-Behörden akzeptiert. Die Bank hatte eingeräumt, dass Angestellte mehr als zwei Millionen Spar- und Kreditkarten-Konten ohne Erlaubnis der Kunden eingerichtet hatten. Tausende Mitarbeiter wurden wegen des Skandals bereits gefeuert, auch Vorstandschef John Stumpf hatte im Oktober seinen Posten geräumt. Analysten rechnen mit weiteren Strafen./hbr/DP/fbr

(AWP)