Weniger Firmengründungen im Jahr 2015

Im Jahr des "Frankenschocks" hat in der Schweiz der Gründungseifer deutlich nachgelassen. 39'500 neue Unternehmen wurden 2015 registriert, fast 3'000 weniger als im Vorjahr. Damit gab es auch weniger neue Stellen.
05.10.2017 12:28

Die neu gegründeten Unternehmen schufen 2015 insgesamt 54'600 Arbeitsplätze. Mit einem Minus von 4,2% war der Rückgang bei den Stellen etwas weniger ausgeprägt als bei den neu gegründeten Unternehmen (-6,9%), wie Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) vom Donnerstag zeigen.

Das BFS führt die Entwicklung hauptsächlich auf die "nachlassende Dynamik" im sogenannten tertiären Sektor zurück. Fast neun von zehn neuen Firmen werden in Dienstleistungsbranchen geschaffen. Entsprechend stark fällt dort die Abnahme bei den Firmen (-7,7%) und bei den Stellen (-5,4%) ins Gewicht.

In der Industrie, dem sekundären Sektor, liess die Anzahl Neugründungen mit rund 5000 Unternehmen ebenfalls nach, wenn auch in deutlich geringerem Masse (-1,7%). Die Zahl der geschaffenen Stellen (8300) wuchs sogar leicht (+3,1%).

Einbussen in den meisten Branchen

Die meisten Unternehmen wurden 2015 bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (8'200), bei Handel und Reparaturen (4'700) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (4'400) aus der Taufe gehoben. Allerdings gab es in den beiden letzten Branchen sowie bei den sonstigen Dienstleistungen auch die stärksten Abnahmen von jeweils über 10%.

Zulegen konnten lediglich drei Wirtschaftszweige, allen voran jener des Gastgewerbes und der Beherbergung. Mit gut 1'200 Neugründungen (+11,8%) bleibt dessen Anteil jedoch sehr gering. Nach Kantonen betrachtet, entstanden die meisten neuen Firmen in Zürich (18,3% aller Neugründungen), der Waadt (9,7), Bern (9,6) und im Tessin (7,9).

(AWP)