Weniger Steuern: Boeing schraubt Gewinnprognose herauf

Geringere Steuern und gute Geschäfte beflügeln den Luftfahrt- und Rüstungskonzern Boeing . Im laufenden Jahr soll der Gewinn je Aktie mit 11,20 bis 11,40 US-Dollar deshalb etwa 10 Cent höher ausfallen als bisher gedacht, wie der weltgrösste Flugzeugbauer am Mittwoch in Chicago mitteilte.
25.10.2017 14:04

Im Sommer warf auch das laufende Geschäft mit Verkehrsflugzeugen überraschend mehr ab als ein Jahr zuvor. Mit 202 Verkehrsflugzeugen lieferte der Rivale des europäischen Airbus -Konzerns im dritten Quartal so viele Jets aus wie nie zuvor von Juli bis September.

Konzernweit wuchs der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2 Prozent auf 24,3 Milliarden Dollar (20,7 Mrd Euro). Unter dem Strich ging der Gewinn zwar um 19 Prozent auf 1,85 Milliarden Dollar zurück. Damit verdiente Boeing aber immer noch mehr als von Analysten erwartet, nachdem ein Jahr zuvor ein positiver Steuereffekt das Ergebnis kräftig nach oben getrieben hatte. Bereinigt um Sondereffekte legte das operative Ergebnis nun um 8 Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar zu - trotz erneuter Mehrkosten für das neue Tankflugzeug KC-46 für die US-Streitkräfte.

Konzernchef Dennis Muilenburg sieht Boeing damit auf Kurs, in diesem Jahr wie geplant 760 bis 765 Verkehrsflugzeuge auszuliefern. Derzeit fährt Boeing die Produktion des modernisierten Mittelstreckenjets 737-MAX nach und nach hoch./stw/das

(AWP)