Weniger Temporärarbeit im dritten Quartal wegen abkühlender Konjunktur

Die Schweizer Temporärbranche leidet unter der aktuell schwachen Wirtschaftsentwicklung. Im dritten Quartal 2019 sanken die Einsatzstunden in der Temporärbranche im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 Prozent.
29.10.2019 10:47

Seit Jahresbeginn sind die temporär geleisteten Arbeitsstunden laut dem Swiss Staffingindex damit um 4,1 Prozent zurückgegangen, wie der Verband der Schweizer Personaldienstleister (Swiss Staffing) am Dienstag mitteilte.

Viele Unternehmen kämpften wegen der sich abkühlenden Gesamtwirtschaft mit einer rückläufigen Nachfrage. Dies führe dazu, dass Firmen vermehrt in der Lage seien, eingehende Aufträge mit dem Stammpersonal und ohne Temporärmitarbeitende abzuarbeiten, heisst es.

Eine Veränderung der Lage in der Temporärbranche sei zudem nicht in Sicht. Der Verband verweist darauf, dass sich laut dem Internationalen Währungsfonds in 90 Prozent aller Länder das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr verlangsamt hat. Gerade für die stark vom Export abhängige wirtschaftliche Entwicklung in der Schweiz sei dies "Gift", warnt der Verband.

Um der Rezession und einem weiteren Erstarken des Schweizer Frankens entgegenzuwirken, seien daher nationale wie internationale politische Impulse wünschenswert.

sta/uh

(AWP)