Willis Towers Watson schlägt flexible Rentenbezugsdauer vor

Das Beratungsunternehmen Willis Towers Watson schlägt zur Entlastung von Vorsorgeeinrichtungen zeitlich begrenzte Renten vor. Da die Pensionskassen die Umwandlungssätze bis unter 5% senken, stehen angehende Rentner vor der Entscheidung, ob sie Rente oder Kapital beziehen sollen. Je tiefer der Umwandlungssatz, desto grösser ist die Gefahr, dass ein Rentner sein Alterskapital nicht aufbraucht. Dies führt zu einer geringeren Attraktivität und Akzeptanz der 2. Säule, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilt.
20.06.2017 14:27

Willis Tower Watson schlägt daher ein zeitlich begrenztes Rentenmodell für die überobligatorische Vorsorge vor. Für die 2. Säule soll die überobligatorische Rente vom Pensionierten selbst bestimmt werden und auf beispielsweise 15, 20 oder 25 Jahre begrenzt sein. So hätten Rentner mehr Einfluss auf die Höhe der monatlichen Rente. Hinzu komme nach Ablauf der Bezugsdauer die Auszahlung der kumulierten Zinsen.

Das Modell habe den Vorteil einer erhöhten Planbarkeit für die Kassen und minimiere das Zins- und Langleberisiko. Gleichzeitig habe der Rentner die Gewähr, dass sein angespartes Kapital garantiert zur Auszahlung kommt und nicht an die Kasse zurückfällt.

Zudem könnten Pensionskassen ihre Rückstellungen minimieren und die Versicherten könnten sich ihre Rente individuell anhand ihrer Bedürfnisse auszahlen lassen. Die Möglichkeit des Kapitalbezugs bestünde laut Willis in ihrem Modell weiterhin. Im Falle eines Todesfalls vor Ablauf der festgelegten Bezugsdauer sieht der Ansatz die Auszahlung des überobligatorischen Guthabens an die Hinterbliebenen vor.

sta/cp

(AWP)