Wirbelsturm "Harvey" bremst Produktion von BASF in Texas

Der Tropensturm "Harvey" beeinträchtigt die Produktion des deutschen Chemieriesen BASF in Texas. Am Verbundstandort in Freeport seien aufgrund von Engpässen bei der Rohstoffversorgung einige Anlagen heruntergefahren worden, erklärte eine Sprecherin des Chemiekonzerns am Donnerstag.
31.08.2017 12:16

Der Standort in Port Arthur laufe derzeit mit reduzierten Kapazitäten. Dort betreibt BASF einen der weltgrössten Steamcracker - eine petrochemische Grossanlage, die aus Rohbenzin wichtige Ausgangsstoffe für die Kunststoffherstellung gewinnt.

Port Arthur und Freeport sind die beiden grössten und wichtigsten von insgesamt sechs Standorten von BASF in Texas. Der Konzern beschäftigt in dem Bundesstaat rund 3000 Mitarbeiter.

BASF hatte am Mittwoch erklärt, dass bisher nur Anlagen an kleineren Standorten in Texas - Beaumont, Bishop und Pasadena - heruntergefahren wurden, die grossen Standorte Port Arthur und Freeport seien noch in Betrieb.

"Harvey" brachte tagelange sintflutartige Regenfälle über Texas. Es war der stärkste Hurrikan in dem Bundesstaat seit mehr als 50 Jahren. Port Arthur steht nach Angaben seines Bürgermeisters Derrick Foreman komplett unter Wasser.

(AWP)