Wisekey und OpenLimit haben sich in Fusionsgesprächen noch nicht geeinigt

(Meldung vom Vortag ergänzt um Aktienkurs vom Mittwoch und Hintergrund)
07.09.2016 11:20

Genf/Baar (awp) - Das Cybersecurity-Unternehmen Wisekey und das Innerschweizer Technologieunternehmen Openlimit meldeten gestern Dienstag, dass sie in den Fusionsgesprächen noch keine Einigung erzielt haben. In den ersten sechs bis acht Wochen nach Unterzeichnung des Memorandum of Understanding sei man noch nicht zu einem definitiven Agreement gekommen, teilte Wisekey am Dienstag mit. Die Wisekey-Titel rutschten am Mittwoch zeitweise deutlich ins Minus.

Die beiden Unternehmen hatten die Fusionsabsichten Ende Juli öffentlich gemacht und eine Absichtserklärung über einen Zusammenschluss via Absorptionsfusion unterzeichnet, wobei Wisekey die aufnehmende Gesellschaft wäre. Gemäss Wisekey plante man, die Cybersecurity- und Internet-of-Things-Plattform (IoT) zu erweitern und den Zugang zum deutschen und europäischen IoT-Markt zu stärken. Die Gespräche dürften sie länger andauern als ursprünglich angenommen. Teil der Verhandlungen sei auch die Due-Diligence-Prüfung.

FUSION VIA AKTIENTAUSCH UND WANDELANLEIHE

Ende Juli gab Wisekey bekannt, dass eine mögliche Fusion mittels Aktientausch abgewickelt werden könnte. Gemäss dem damaligen Verhandlungsstand einigten sich die Parteien auf ein Umtauschverhältnis von sieben bis zwölf Openlimit-Aktien für eine an der SIX kotierte Wisekey-Aktie (Klasse B). Zeitgleich hatte Wisekey den Innerschweizern eine Zwischenfinanzierung von rund 5 Mio EUR in Form einer aktiengebundenen Finanzierung in zwei Tranchen in Aussicht gestellt.

Die Wisekey-Titel verlieren auch heute im frühen Handel zeitweise bis 4%, notieren gegen 10.15 Uhr aber wieder praktisch auf Höhe des Eröffnungskurses bei 5,99 CHF und verlieren damit 0,2%. Seit dem IPO im März haben die Aktien des Cybersecurity-Unternehmens rund die Hälfte ihres Wertes eingebüsst.

sta/rw

(AWP)