Yara verfehlt trotz Umsatz- und Gewinnwachstum die Erwartungen

Steigende Preise treiben den norwegischen Düngerproduzenten Yara an. Allerdings bekam das Unternehmen im dritten Quartal steigende Energiekosten zu spüren. Letztlich stieg der Umsatz im dritten Jahresviertel im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 17 Prozent auf 3,55 Milliarden US-Dollar (3,08 Mrd Eur), wie das Unternehmen am Donnerstag in Oslo mitteilte. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte um knapp 16 Prozent auf 402 Millionen Dollar zu. Während der Umsatz die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten übertraf, blieb das operative Ergebnis dahinter zurück. Anleger reagierten denn auch enttäuscht: An der Börse verlor die Aktie rund 5 Prozent.
18.10.2018 12:07

Yara ringt vor allem mit gestiegenen Rohstoffpreisen in Europa, wo der Konzern einen Grossteil seiner Produktion hat. Allerdings habe das Unternehmen dies durch höhere Verkaufspreise wettmachen können, sagte Yara-Chef Svein Tore Holsether. Zudem belasteten höhere Transportkosten in Brasilien - die Nachwehen eines Lkw-Fahrer-Streiks im zweiten Quartal. Ohne eine Übernahme hätten auch die Düngerlieferungen in dem Land unter dem Vorjahreswert gelegen. Weltweit lag das Plus bei den Auslieferungen bei 9 Prozent. Ohne Zukäufe wäre es ein Minus von 3 Prozent gewesen.

Unter dem Strich verdiente Yara mit 98 (Vorjahr: 90) Millionen Dollar weit weniger als Analysten erwartet hatten. Ein Grund ist die Aufwertung des Dollar zur norwegischen Krone, dem Euro und dem brasilianische Real./elm/tav/mis/jha/

(AWP)