Ypsomed-Aktien fallen nach enttäuschendem Ausblick auf hohem Niveau zurück

Die Ypsomed-Aktien gehören am Mittwochmorgen zu den grossen Verlierern an der SIX. Das Medizinaltechnikunternehmen hatte vorbörslich das Geschäftsergebnis 2016/17 veröffentlicht, das von den Kommentatoren zwar als solide bewertet wird. Der Ausblick, den das Management aber zum EBIT machte, sorgt allerdings für Enttäuschung.
24.05.2017 10:25

Bis gegen 9.50 Uhr verlieren die Ypsomed-Aktien bei überdurchschnittlichem Volumen 7,7% auf 209,90 CHF, während der Gesamtmarkt gemessen am SPI auf der Stelle tritt (+0,02%). In der Eröffnungsphase war der Titel zwischenzeitlich um mehr als 10% eingebrochen. Die Valoren war die Wochen zuvor allerdings gut gelaufen und hatten am Vortag ein Mehrjahreshoch erklommen.

Ypsomed publizierte für 2016/16 ein solides Ergebnis, das auf der Top- und Bottom-line leicht über den Erwartungen ausgefallen sei, hält Sibylle Bischofberger von der ZKB fest. Unter ihren Erwartungen sei indes die Bruttomarge mit 32,2% verglichen mit ihren Schätzungen von 33,1% gelegen, schreibt die Expertin weiter. Ebenso lag der EBIT leicht unter ihrer Prognose.

Die Profitabilität des Unternehmens sei stärker gewachsen als der Umsatz, ergänzt Carla Bänziger von der Bank Vontobel, für die die Resultate insgesamt im Rahmen der Erwartungen ausfielen. Die EBIT-Marge sei dank der Lancierung von YpsoPump auf 14,2% von 13,2% gestiegen. Insgesamt habe Ypsomed eine solide zugrundeliegende Performance gezeigt, kommentiert die Expertin.

Für Enttäuschung sorgt nach Ansicht von Bischofberger der Ausblick, den das Unternehmen zum EBIT machte. Demnach soll dieser 2017/18 gleich oder allenfalls leicht höher als 2016/17 ausfallen. Damit liege Ypsomed aber unter den Konsenserwartungen. Gründe für den zurückhaltenden Ausblick des Managements seien die höheren Investitionen, die Ypsomed tätigen wolle, die schwierige Konkurrenzsituation im Insulinpumpenmarkt und dass die kommerziellen Pens weniger stark zulegen dürften, da wenig Zulassungen von Medikamenten anstehen.

Ihre Prognosen für 2017/18 zum EBIT müsse sie nun um rund 20% reduzieren, ergänzt Bänziger. Dies erscheine zwar als viel, doch gebe es bis jetzt keinen Grund für Investoren nervös zu werden, da die Gesellschaft weiter stark in YpsoPump investiere. Zweifellos befinde sich die Gesellschaft aber unter Druck, Resultate mit der YpsoPump in den kommenden Jahren zu liefern.

sig/cp

(AWP)