Zehnder profitiert 2016 operativ von Liegenschaftenverkauf

Der Heizungs- und Lüftungshersteller Zehnder hat im Geschäftsjahr 2016 ein operatives Ergebnis auf Stufe EBIT vor Einmaleffekten von 15,1 Mio EUR erzielt, dies nach einem Vorjahresergebnis von 27,0 Mio EUR. In diesem Ergebnis sind Restrukturierungskosten von 12,0 Mio EUR enthalten, wie das Unternehmen am Montag mitteilt. Ein positiver Einmaleffekt aus einem Liegenschaftenverkauf in China schlug dagegen mit 40,3 Mio EUR zu Buche.
27.02.2017 08:00

Die Zahlen entsprechen demnach den Angaben von Mitte Januar, als Zehnder für 2016 einen EBIT "deutlich unter 30 Mio" sowie einen positiven Effekt aus dem angesprochenen Liegenschaftenverkauf in China ankündigte.

Ebenfalls bereits im Januar hatte das Unternehmen den Umsatz bekanntgegeben. Dieser erhöhte sich um 1,1% auf 538,8 Mio EUR. Organisch und wechselkursbereinigt stiegen die Erlöse um 3%.

Trotz der Mitte 2015 eingeleiteten Restrukturierungsmassnahmen zur Verbesserung der Ertragslage habe die Profitabilität auch 2016 stark unter Druck gestanden, heisst es zum vergangenen Geschäftsjahr. Der Trend hin zu preisgünstigeren Modellen, die ungenügende Auslastung der Heizkörper-Produktionswerke in Frankreich, der Schweiz und in China und die Abwertung des britischen Pfunds hätten sich negativ auf die Margen ausgewirkt.

Zur Stärkung der Marktposition und zur Ausschöpfung der mittelfristigen Wachstumspotenziale seien zudem die Ausgaben in Produktentwicklung, Verkauf und Informatik weiter erhöht worden. Zur Verbesserung der unbefriedigenden Ertragslage seien weitere Restrukturierungsmassnahmen eingeleitet worden, was die eingangs erwähnten Kosten nach sich zog.

Inklusive der Einmaleffekte ergab sich ein EBIT von 43,4 Mio EUR sowie ein Reingewinn von 28,1 Mio. Im Vorjahr hatten diese Werte noch bei 5,2 Mio bzw. 0,3 Mio gelegen. Nachdem im Vorjahr auf die Ausschüttung einer Dividende verzichtet worden war, soll für das Jahr 2016 ein Betrag von 0,95 CHF je Namenaktie ausgeschüttet werden.

Im Ausblick auf das Geschäftsjahr 2017 heisst es, dass die relevanten Märkte anspruchsvoll bleiben dürften. Die makroökonomische Lage sei insbesondere in den für die Gruppe wichtigen Absatzländern Frankreich, Grossbritannien und Schweiz weiterhin sehr fragil. Auf der Beschaffungsseite stiegen zudem die Stahlpreise.

Weiter gibt das Unternehmen eine Mutation im Verwaltungsrat bekannt. Enrico Tissi scheide nach 12-jähriger Verwaltungsratstätigkeit per 6. April 2017 aus dem Gremium aus. Er wird nicht ersetzt.

cf/ys

(AWP)