'Ziele im Blick': Heidelberger Druck setzt auf starkes Schlussquartal

(Ausführliche Fassung) - Der Maschinenbauer Heidelberger Druck braucht einen starken Endspurt, um seine Jahresziele zu erreichen. Der seit kurzem amtierende Unternehmenschef Rainer Hundsdörfer rechnet dank eines hohen Auftragsbestands aber weiter damit, dass Umsatz und Gewinn im Ende März ablaufenden Geschäftsjahr 2016/17 leicht steigen werden. "Mit einem starken Schlussquartal gehen wir davon aus, unseren Jahresgewinn weiter zu erhöhen", sagte er am Donnerstag.
09.02.2017 14:04

Nach neun Monaten stand unter dem Strich noch ein Minus von zehn Millionen Euro und damit etwas mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz lag in den Monaten April bis Dezember mit 1,68 Milliarden Euro rund sieben Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Hoffnung macht dem Vorstand der Auftragseingang, der dank zahlreicher neuer Verträge auf knapp zwei Milliarden Euro gestiegen ist.

Finanzvorstand Dirk Kaliebe sagte, die früher genannte Marke von vier Prozent werde man wohl nicht erreichen. Das Unternehmen gehe aber von leichtem Wachstum aus. "Wir liegen auf Kurs und haben die Jahresziele weiter im Blick. Wegen des sehr guten Auftragsbestands gehen wir von einem sehr starken vierten Quartal aus", betonte er. An der Börse kamen die Zahlen und die Aussagen nicht gut an. Die im SDax notierte Aktie rutschte um rund fünf Prozent auf den tiefsten Stand seit Anfang Dezember ab.

Hundsdörfer kündigte an, die Digitalisierung weiter voranzutreiben. "Wir werden in den nächsten Monaten und Jahren auch strategische Zukäufe angehen", sagte der seit knapp 100 Tagen amtierende Chef. Das Unternehmen wolle produktiver und damit rentabler werden. "Wir haben den Turnaround geschafft und stehen ganz gut da - aber es ist noch ein weiter Weg", sagte Hundsdörfer. Dazu wolle sich Heidelberger Druck noch mehr auf profitable Marktsegmente konzentrieren./zb/stw/fbr/wo/DP/zb

(AWP)