Zur Rose plant Börsenkotierung an der SIX noch im laufenden Jahr

Die Apothekengruppe Zur Rose konkretisiert ihre Pläne für den Gang an die Schweizer Börse. Dieser solle noch im laufenden Jahr stattfinden, teilt die Gesellschaft am Donnerstag mit. Dabei werde eine Mittelaufnahme von mindestens 200 Mio CHF durch eine Kapitalerhöhung angestrebt. Bei Ausübung der Greenshoe Option werden der Gruppe laut den Angaben weitere Mittel von bis zu rund 30 Mio CHF zufliessen
08.06.2017 07:43

Wie schon bekannt war, findet am 19. Juni 2017 eine ausserordentliche Generalversammlung statt, an der die Voraussetzungen für den Börsengang geschaffen werden sollen. Konkret wird über die Schaffung des genehmigten Kapitals für den Börsengang sowie über die für eine Kotierung notwendige Statutenrevision entschieden.

Mit dem Geld aus dem Börsengang will die Gesellschaft unter anderem den Ausbau der Marktführerschaft in Deutschland sowie die internationale Expansion in bestehende und neue Märkte finanzieren. Ein Thema seien dabei auch Akquisitionen, heisst es weiter.

ÜBERNAHME IN DEUTSCHLAND ANGEPEILT

In Deutschland führt die Gesellschaft derzeit konkrete Übernahmegespräche. Es sei mit dem Eigentümer einer auf rezeptfreie Medikamente fokussierten deutschen Versandapotheke eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet worden, heisst es dazu. Der Zukauf würde laut den Angaben den Umsatz des Segments Deutschland um über 10% erhöhen. Die Vertragsunterzeichnung werde für das dritte Quartal 2017 angestrebt.

Abgesehen davon sei das Deutschland-Geschäft sehr gut ins neue Jahr gestartet, teilt Zur Rose weiter mit. Der Bereich DocMorris sei im ersten Quartal 2017 um 17% gewachsen, und in den Monaten April und Mai sei ein vergleichbar hohes Wachstum erzielt worden.

AKTUELLER FREE FLOAT VON 63,9%

Aktuell besteht das Aktionariat der Zur-Rose-Gruppe aus mehreren Grossaktionären, wobei die KWE Beteiligungen AG der Unternehmerfamilie Frey 20,7%, die Matterhorn Pharma Holding der saudi-arabischen Investorengruppe Al Faisaliah 6,1% sowie Mitglieder des Verwaltungsrats sowie des Managements 8,4% halten. Daneben halte die Gesellschaft 0,9% eigene Aktien. Die weiteren 63,9% der Papiere werden laut den Angaben von über 2'000 Ärzten sowie institutionellen Investoren und Privatanlegern gehalten.

Der geplante Börsengang wird gemäss Mitteilung von der UBS und von Berenberg als Joint Global Coordinators und Joint Bookrunners begleitet. Die Zürcher Kantonalbank wurde als Co-Lead Manager mandatiert.

rw/ra

(AWP)