Zur Rose steigert im Halbjahr den Umsatz und schreibt wieder Gewinn

Steckborn (awp) - Die Apotheken-Gruppe Zur Rose hat im ersten Halbjahr 2016 das Ergebnis gegenüber der Vorjahresperiode deutlich gesteigert. Der Umsatz erhöhte sich um 5,5% auf 434,3 Mio CHF und der Betriebsgewinn EBITDA um 55% auf 7,8 Mio, so die Mitteilung vom Mittwoch. Unter dem Strich erzielte die Zur-Rose-Gruppe einen Gewinn von 2,0 Mio, nachdem im Halbjahr 2015 noch ein Verlust von 0,2 Mio resultiert hatte.
17.08.2016 08:10

In der ersten Jahreshälfte 2016 habe die Gesellschaft die positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung des zweiten Halbjahres 2015 fortsetzen können, heisst es. Dabei sei es im Ärztegeschäft gelungen, die Marktanteile im Heimmarkt Schweiz weiter auszubauen und auch das Versandgeschäft habe sich erfreulich entwickelt.

Belastet wurde das Versandgeschäft allerdings durch ein Bundesgerichtsurteil vom September 2015, welches zu wegfallenden Verkäufen von rezeptfreien Medikamenten führten und den Versandhandelsumsatz um rund 2 Mio CHF schmälerten. Derweil hat die Gruppe weiter ins Filialnetz investiert: Anfang August wurde in Bern die erste Flagship-Apotheke eröffnet und so die stationäre Präsenz erweitert.

Die im digitalen Gesundheitsmarkt tätige Tochter DocMorris habe den Umsatz im ersten Halbjahr 2016 deutlich gesteigert. Besonders erfolgreich entwickelte sich das Online-Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten, dessen Umsatz sich um beinahe 40% erhöht hat. Der Umsatz im Bereich der rezeptpflichtigen Medikamente lag ebenfalls über dem durch den Poststreik belasteten Vorjahreszeitraum.

FRISCHES KAPITAL FÜR DEN AUSBAU

Am 1. September werden die Aktionäre der Zur Rose-Gruppe an einer ausserordentlichen Generalversammlung über die geplante Kapitalerhöhung und den damit verbundenen Einstieg der Zuger Corisol-Gruppe befinden. Wie bereits Mitte Juni kommuniziert, beteiligt sich Corisol in einer ersten Tranche mit 20 Mio CHF am Apotheken-Unternehmen und wird so zunächst einen Anteil von 13,3% halten. Nach Erreichung definierter Meilensteine soll Corisol dann weitere Mittel in der Höhe von 18 bis 24 Mio CHF bereitstellen.

Aus den Mitteln dieser Kapitalzufuhr finanziert die Versandapotheke ihre geplanten Wachstumsinitiativen für den Ausbau in Europa. "Als europäisch führende Versandapotheken-Gruppe müssen wir jetzt die Chancen nutzen, die uns die Märkte bieten", wird CEO Walter Oberhänsli in der Mitteilung zitiert. Dabei werde in der rund zwei Jahren dauernden Investitionsphase nicht das Unternehmensergebnis, sondern das forcierte Wachstum im Fokus stehen.

Die Aktien von Zur Rose werden ausserbörslich gehandelt.

mk/ys

(AWP)