Zurich-Aktien verlieren nach Quartalszahlen leicht an Wert

Die Aktien der Zurich-Gruppe sind am Donnerstag nach Publikation der Zahlen zum ersten Quartal 2017 zunächst mit etwas festeren Notierungen in den Handel gestartet, rutschen dann aber leicht ab. Der Versicherer hat mit dem Gewinn die Vorgaben der Analysten zwar verfehlt, allerdings war das Ergebnis von einer ausserordentlichen Anpassung in der britischen Schadenversicherung belastet, die möglicherweise nicht von allen Auguren gleich berücksichtigt wurde. Ein Vergleich mit den Schätzungen ist somit schwierig. Die operative Entwicklung der Zurich erhält von Analysten gute Noten.
11.05.2017 09:54

Bis um 09.40 Uhr verlieren die Zurich-Papiere 0,7% auf 277,50 CHF, während der Gesamtmarkt (SMI) mehr oder weniger auf der Stelle tritt. Zuletzt ist es der Zurich-Aktie beinahe gelungen, die Kursverluste aus dem hohen Dividendenabgang wettzumachen. Seit Jahresbeginn weisen sie mit einem Minus von knapp 1% gegenüber dem SMI (+11%) aber immer noch eine klare Underperformance aus.

Der Quartalsabschluss sei durch den Ogden-Effekt in Grossbritannien etwas stärker verzerrt worden, als im Vorfeld erwartet, schreibt Georg Marti von der ZKB. Insgesamt zeige der Versicherer im ersten Quartal aber eine gute Geschäftsentwicklung mit weiteren Verbesserungen in der Nichtlebenversicherung. Eine solide Leistung habe auch das Geschäft in der Lebensversicherung und mit Farmers in den USA gezeigt.

Auch im Kommentar der Deutschen Bank ist von einem "insgesamt soliden" Quartalsabschluss die Rede. Allerdings gebe es nach wie vor einige offene Fragen, etwa mit Blick auf die Ausgabenseite und die Entwicklung des Geschäftsvolumens in der wichtigen Schaden- und Unfallversicherung (P&C). Der Volumenrückgang habe sich auch negativ auf die Combined Ratio ausgewirkt, ergänzt der Analyst der UBS. Dabei gebe es in Sachen Profitabilität im Nordamerika- sowie im Commercial-Geschäft noch Verbesserungspotenzial.

Die Zurich sei solide in das Jahr 2017 gestartet, wobei sich das operative Geschäft ohne den Ogden-Effekt etwas besser als erwartet entwickelt habe, meint Stefan Schürmann von der Bank Vontobel. Operative Verbesserungen seien in der Nichtleben-Versicherung erzielt worden, während die Zurich im Lebengeschäft gut unterwegs sei. Derweil könne sich der Versicherer weiterhin auf eine "starke" Kapitalposition stützen, was eine gute Basis für weitere hohe Dividendenzahlungen sei.

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(AWP)