Zurich bündelt Grosskunden- und Firmenkunden-Geschäft

(Ergänzt um Aussagen einer Zurich-Sprecherin zu Stellenabbau)
20.09.2016 19:01

Zürich (awp) - Der Versicherer Zurich Insurance Group setzt seinen Umbau weiter fort. Das Grosskunden- und Firmenkunden-Geschäft soll weltweit in eine Einheit zusammengefasst werden. So sollen Synergien genutzt werden. CEO Global Corporate Thomas Hürlimann gibt seinen Posten ab.

Per 1. Oktober lanciert der Konzern die Geschäftseinheit "Commercial Insurance", wie es in einer Medienmitteilung vom Dienstagabend heisst. Führen soll sie der Kanadier James Shea, der neu als CEO Commercial Insurance zu Zurich stösst.

Shea ist den Angaben nach zuvor für AIG tätig gewesen, zuletzt als President of Global Financial Lines. Er verfüge über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Versicherungsbranche.

HÜRLIMANN TRITT ZURÜCK

Thomas Hürlimann werde nach mehr als zehnjähriger Tätigkeit im Grosskundengeschäft von Zurich von seiner Funktion als CEO Global Corporate zurückzutreten. Um einen reibungslosen Übergang sicherzustellen, werde er eng mit Shea zusammenarbeiten, so die Zurich. Danach soll er für Spezialprojekte zuständig sein und weiterhin an CEO Mario Greco berichten.

Neben Shea sollen zudem noch Claudia Dill, CEO Latin America, und Jack Howell, CEO Asia Pacific, ebenfalls per 1. Oktober in die Konzernleitung einziehen. Damit sei die im Juni eingeleitete Umstrukturierung der Geschäftsleitung abgeschlossen, heisst es.

DOPPELSPURIGKEITEN BESEITIGEN

Unter dem Dach der neuen Einheit "Commercial Insurance" soll die Organisation des Grosskunden- und Firmenkunden-Geschäfts in eine globale Geschäftseinheit zusammengeführt werden. Innerhalb der neuen Einheit soll zudem eine neue Global Specialty Lines Sparte geschaffen werden, die Kreditversicherungen (das heisst politische Risiken, Kautionsversicherungen und Handelskredite), Transport-, Luftfahrt- sowie Versicherungen im Energiebereich umfassen wird.

Ob es damit zu einem Stellenabbau kommt, beantwortet das Unternehmen nicht eindeutig. Ein "Stellenabbau-Ziel" gebe es nicht, sagte eine Zurich-Sprecherin zu AWP. Synergien durch die beseitigte Doppelspurigkeiten sollen jedoch genutzt werden. Wie viele Stellen davon betroffen sein könnten, konnte die Sprecherin nicht sagen.

Der designierte CEO Commercial Insurance Shea werde zunächst prüfen, wie die genaue Ausgestaltung aussehen könnte, so die Aussage. Entscheidungen dürften daher erst in den kommenden Wochen oder Monaten fallen. Deshalb sei es heute auch noch zu früh für weitere Details.

hr/ys

(AWP)