Zurich Insurance bleibt laut Medienberichten im Bieterrennen um AZN-Sparte

Die Zurich Insurance Group gehört mit Blick auf das zum Verkauf stehende "Wealth Australia"-Geschäft der Australia & New Zealand Banking Group (AZN) zum engeren Kreis der Kaufinteressenten. Wie die Nachrichtenagentur "Bloomberg" berichtet, sei die Gruppe der interessierten Parteien auf drei reduziert worden. Nebst der Zurich haben auch die AIA Group und MetLife die Möglichkeit erhalten, eine vertiefte Due Diligence bei "Wealth Australia" durchzuführen.
05.07.2017 11:36

Der Verkauf des "Wealth Australia"-Geschäfts könnte sich laut der mit der Sache vertrauten Quelle auf über 4 Mrd australische Dollar (umgerechnet rund 2,94 Mrd CHF) belaufen, heisst es im Bericht weiter. Nach Abschluss der Due Diligence haben die Parteien bis am 15. September Zeit, ein verbindliches Angebot vorzulegen. Bei AZN wird danach bis Ende Jahr mit einem Verkauf der Sparte gerechnet.

"Wealth Australia" ist mit den gegen 1'400 Mitarbeitenden in Australien in den Bereichen Versicherungen, Kapitalanlagen, Renten und Beratung tätig. Im Jahr 2016 erzielte die AZN-Einheit einen operativen Gewinn von 458 Mio AUD (336 Mio CHF) und einen Cash Profit von 327 Mio AUD (240 Mio CHF), wie die Neue Helvetische Bank schreibt. Dabei wäre letzterer auf bereinigter Basis, also ohne Restrukturierungskosten und einmaliger positiver Steuereffekte in 2015, anstatt um 24% lediglich um 7% gesunken.

Allmählich zeichne sich ab, wofür die Zurich das genehmigte (45 Mio Aktien) und das bedingte Kapital (30 Mio Aktien) verwenden könnte, so die Neue Helvetische Bank weiter. Dass sich die Gruppe in Australien verstärken möchte und dementsprechend auch nach Übernahmezielen sucht, erachtet er als sinnvoll. Bei "Wealth Australia" von AZN scheine es sich um ein qualitativ hochstehendes Geschäft zu handeln, was auch am Kaufinteresse der genannten namhaften Konkurrenz abzulesen sei.

Am Mittwoch bewegen sich die Zurich-Papiere, wie auch der Gesamtmarkt, bis um 11.30 Uhr kaum vom Fleck (+0,1% auf 284,80 CHF). Derweil war in den beiden Tagen zuvor bei Versicherungstiteln allgemein ein leichter Aufwärtstrend zu sehen. Die Zurich-Aktie hat so seit Wochenbeginn bislang 2% dazugewonnen, der SMI dagegen nur 0,2%.

mk/cp

(AWP)