Angebotsmieten im Juli laut Homegate unverändert - 2018 Rückgang von 1% erwartet

In der Schweiz blieben die Angebotsmieten im Juli im Vergleich zum Vormonat unverändert. Der vom Immobilienportalbetreiber Homegate in Zusammenarbeit mit der ZKB erhobene Mietindex steht bei 113,6 Punkten.
04.08.2017 09:55

Ein Anstieg gegenüber Juni wurde in den Kantonen Zürich (+0,17%), Bern (+0,18%), Solothurn (+0,09%), Basel (+0,09%) und St. Gallen (+0,09%) gemessen, wie Homegate am Freitag mitteilt. Im Kanton Thurgau haben sich die Mietpreise nicht verändert. Ein Rückgang wurde in den Kantonen Luzern (-0,17%), Aargau (-0,45%), Tessin (-0,19%), Genf und Waadt (-0,24%) verzeichnet.

Die Mieten hätten im Frühjahr 2016 ihren höchsten Stand erreicht, heisst es weiter. Bis im Sommer 2016 sanken sie deutlich, im zweiten Halbjahr des letzten Jahres haben sie sich dann stabilisiert. Diese Seitwärtsbewegung dürfte den Angaben zufolge aber lediglich eine Verschnaufpause auf dem Weg nach unten gewesen sein: Im ersten Halbjahr 2017 zeige der Trend wiederum abwärts. Gesamtschweizerisch beträgt der Rückgang der Mieten von Januar bis Juni 2017 0,4%.

TIEFERE ZUWANDERUNG UND WEITERHIN HOHE BAUTÄTIGKEIT

Im ersten Halbjahr 2017 nahm die Immigration aus dem Ausland deutlich ab. Die Nettozuwanderung liegt laut Mitteilung bei 25'500 Personen und damit 12% unter dem Wert des Vorjahres. Auf der Angebotsseite sei aber keine Abschwächung zu verzeichnen: Die Anzahl der Baugesuche für neue Wohnungen lasse auf eine weiterhin hohe Neubautätigkeit schliessen.

Im ersten Halbjahr 2017 lagen sowohl die Baubewilligungen wie auch die Baugesuche für Wohnungen zwar leicht unter Vorjahr, historisch aber immer noch auf hohem Niveau, wie Homegate weiter schreibt. Aufgrund des Anlagenotstandes verschiebe sich die Bautätigkeit weiterhin von Eigentums- zu Mietwohnungen. Damit steige im Mietwohnungsmarkt das Angebot, was den Druck auf die Mieten erhöht. Für das nächste Jahr prognostiziert Homegate für den Angebotsmietindex Schweiz einen Rückgang von 1%.

cp/ys

(AWP)