Anstieg der Armut in Argentinien: 13 Millionen Menschen betroffen

Die Armut in Argentinien ist im ersten Jahr der Regierung des Präsidenten Mauricio Macri gewachsen. Rund 13 Millionen Menschen leben mit Einkommen unter der Armutsgrenze, wie eine am Donnerstag bekanntgegebene Erhebung der Katholischen Universität Argentiniens (UCA) ergab. Die Messung nach dem dritten Quartal 2016 ergibt einen Anstieg von 1,5 Millionen Menschen im Jahresvergleich. Betroffen seien rund 32,9 Prozent der Bevölkerung (2015: 29 Prozent).
09.03.2017 21:38

Auch die extreme Armut nahm zu, von 5,4 auf 6,9 Prozent, heisst es im Bericht der UCA. Die Universität steht dem Papst Franziskus nahe. Die Studie identifiziert als Hauptfaktor für die verschlechterte Lage der ärmeren Bevölkerungsschichten die starke Abwertung des Peso Ende 2015 und die anhaltende Rezession. Argentinien verzeichnete 2016 ein negatives Wirtschaftswachstum von -2,3 Prozent. Das offizielle statistische Amt INDEC gab Mitte 2016 eine Armut von 32,2 Prozent an. Vorher waren seit 2013 keine offiziellen Daten zur Armut veröffentlicht worden./cec/DP/he

(AWP)