Anzahl der Logiernächte in der Schweiz im Juli leicht gesunken

Neuchâtel (awp) - Die Zahl der Übernachtungen in der Schweiz hat im Juli 2016 gegenüber dem Vorjahr leicht abgenommen. Die hiesigen Hotelbetriebe verzeichneten im Berichtsmonat insgesamt 4,06 Mio Logiernächte. Gegenüber dem Juli 2015 bedeutet dies eine Abnahme von 0,4% bzw. 18'000 Übernachtungen. Die inländischen Gäste generierten dabei 1,78 Mio Logiernächte (+1,6%/+29'000) und die ausländischen Gäste 2,27 Mio (-2,0%/46'000), wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte.
05.09.2016 09:51

WENIGER CHINESEN

Besucher vom asiatischen Kontinent verzeichneten im Berichtsmonat einen deutlichen Logiernächterückgang von 36'000 (-5,0%). China (ohne Hongkong) verbuchte dabei ein Minus von 48'000 Einheiten (-23,0%) und damit die deutlichste absolute Abnahme aller Herkunftsländer. Es folgt Japan mit einer Abnahme von 11'000 Logiernächten (-12%). Die Golfstaaten legten hingegen um 25'000 Einheiten zu (+16%) und wiesen damit das stärkste absolute Wachstum aller Herkunftsländer auf.

Bei den Gästen aus Europa (ohne Schweiz) resultierte ein Rückgang um 11'000 Logiernächte (-0,9%). Dabei verzeichnete Deutschland die stärkste absolute Abnahme mit einem Minus von 14'000 Logiernächten (-3,6%). Es folgten Italien (-9400/-11,0%), Grossbritannien (-5'800/-3,3%) sowie Frankreich (-4'300/-3,5%). Demgegenüber verzeichnete Belgien ein Plus von 5'800 Einheiten (+6,8%).

Die Nachfrage aus dem amerikanischen Kontinent erhöhte sich um 5'300 Logiernächte (+1,7%). Mit 13'000 zusätzlichen Übernachtungen (+5,5%) verzeichneten die USA die stärkste absolute Zunahme dieses Kontinents. Demgegenüber registrierte Brasilien ein Minus von 4'700 Einheiten (-22,4%). Afrika und Ozeanien verzeichneten Abnahmen um 2'700 (-10,3%) bzw. 1'800 Logiernächte (-3,9%).

HÄLFTE DER REGIONEN MIT EINEM MINUS

Sieben der vierzehn Tourismusregionen in der Schweiz verbuchten im Juli einen Logiernächterückgang. Die Region Luzern/Vierwaldstättersee verzeichnete mit einem Minus von 23'000 (-5,0%) den deutlichsten absoluten Rückgang. Genf registrierte eine Abnahme um 18'000 Logiernächte (-6,3%) und das Wallis ein Minus von 9'700 Einheiten (-2,2%). Demgegenüber verzeichnete das Tessin mit einem Plus von 31'000 Einheiten (+9,5%) das deutlichste absolute Wachstum. Es folgen das Genferseegebiet (Waadtland) mit einer Zunahme von 13'000 Logiernächten (+4,5%) und die Region Zürich mit einem Wachstum von 5'400 Einheiten (+0,9%).

AUCH IM SIEBENMONATS-HORIZONT EIN MINUS

Von Januar bis Juli 2016 kumulierte sich die Zahl der Logiernächte in der Schweiz auf 20,9 Mio, was einem Minus von 1,0% (-216'000) zur entsprechenden Vorjahresperiode entspricht. Die ausländische Nachfrage registrierte dabei 11,4 Mio Logiernächte und damit einen Rückgang von 2,4% (-280'000), die Gäste aus dem Inland verzeichneten 9,5 Mio bzw. 0,7% (+64'000) mehr als im Vorjahr.

uh/rw

(AWP)