Anzahl neuer Firmen geht im dritten Quartal zurück

Nachdem im ersten Halbjahr 2018 viele neue Firmen gegründet wurden, ist die Anzahl von Neugründungen im dritten Quartal klar zurückgegangen. Zwischen Juli und September wurden laut dem Handelsregister Moneyhouse 9'704 neu gegründete Firmen gezählt, das sind rund 3 Prozent weniger als im Vorjahr.
02.10.2018 14:50

Zu Beginn des Jahres sei in der Schweiz noch von einem regelrechten Gründungsboom gesprochen worden, teilte Moneyhouse am Dienstag mit. Nun sei es im dritten Quartal zu einem Einbruch gekommen, zu einer "Sommerpause". Waren es im ersten Quartal 2018 noch über 11'000 neue Firmen und im zweiten Quartal bereits 11'225 Gründungen, fiel die Anzahl nun im dritten Quartal klar zurück.

Mit nur 2'913 Gründungen war der August der bisher schwächste Monat des Jahres. Im vierten Quartal dürfte aber in den Handelsregisterämtern wieder Hochbetrieb herrschen, denkt Moneyhouse. Der Grund für den alljährlichen Ansturm im Dezember sei jeweils die Möglichkeit für Unternehmer, mit einer neuen Firma ins neue Jahr zu starten.

Aufgeschlüsselt nach Firmenart entschieden sich Firmengründer im dritten Quartal zu 38 Prozent für eine GmbH, zu 32 Prozent für eine Einzelfirma und zu 20 Prozent für eine Aktiengesellschaft. Andere Rechtsformen wie Vereine, Kollektivgesellschaften oder Genossenschaften wurden also in weniger als 10 Prozent der Fälle gegründet.

Vor allem der Wirtschaftszweig Unternehmens- und Wirtschaftsberatung erfreute sich mit 751 neuen Firmen des grössten Zuwachses. Gefolgt von Restaurants, Cafés und Imbissen mit 431 Gründungen und Firmen, die im Verkauf und der Vermietung von Wohnungen und Immobilien tätig sind. In diesem Bereich wurden 371 Unternehmen neu gegründet.

sta/ra

(AWP)