Asiatische Entwicklungsbank erwartet etwas weniger Wachstum

MANILA (awp international) - Brexit-Sorgen und schwaches Wachstum in den USA dämpfen die Wirtschaftserwartungen in Asien ein wenig. Die asiatische Entwicklungsbank (ADB) hat ihre Prognose für 2016 von 5,7 auf 5,6 Prozent Wachstum zurückgeschraubt. 2017 soll es bei 5,7 Prozent bleiben, wie die Entwicklungsbank am Montag in Manila auf den Philippinen mitteilte. Die Inflation dürfte mit steigenden Öl- und Nahrungsmittelpreisen anziehen, auf 2,8 Prozent in diesem und drei Prozent im nächsten Jahr, 0,3 Punkte höher als bislang gedacht.
18.07.2016 11:19

Die ADB rechnet zu der Region "Developing Asia" rund 45 Länder von Afghanistan über Bangladesch und Indonesien bis zu den Inselstaaten im Pazifischen Ozean, aber auch China, Indien und Singapur.

"Das Brexit-Ergebnis hat die Währungs- und Aktienmärkte in Asien beeinträchtigt, aber kurzfristig dürfte der Einfluss auf die Realwirtschaft klein sein", meinte Chefökonom Shang Jin Wei. Indien bleibe mit 7,4 Prozent Wachstum in diesem und 7,8 Prozent im nächsten Jahr Klassenprimus. China dürfte unverändert mit 6,5 beziehungsweise 6,3 Prozent ins Ziel kommen./oe/DP/jha

(AWP)