Aussenhandel erzielt im September Überschuss von 2,92 Mrd CHF

Der Schweizer Aussenhandel hat im September 2017 einen Überschuss von 2,92 Mrd CHF erwirtschaftet, bei Exporten von 18,24 Mrd bzw. Importen von 15,33 Mrd CHF. Die Exporte sanken dabei nominal um 3,1% und real um 3,9%, die Importe stiegen hingegen nominal um 5,5%, sanken allerdings real um 1,8%.
19.10.2017 08:29

Arbeitstagbereinigt stagnierten die Exporte zum Vorjahr nominal, real gaben sie um 0,5% ab, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Donnerstag mitteilt. Zum Vormonat (saisonbereinigt) sanken sie um 0,1% (real: -0,9%).

Nach zwei starken Vormonaten seien die Exporte damit im Schlussmonat des dritten Quartals stagniert. In erster Linie hätten rückläufige Ausfuhren von chemisch-pharmazeutischen Produkten in die USA das Ergebnis gedrückt, heisst es. Bei den Importen hingegen folgte auf den starken August ein ebenfalls kräftiger Zuwachs im September. Asien habe dabei die Hälfte zum Anstieg beigetragen.

Im gesamten dritten Quartal erhöhten sich die Exporte innert Jahresfrist arbeitstagsbereinigt um 2,5% (real +1,4%). Verglichen zum rekordhohen Vorquartal legten sie saisonbereinigt noch um 0,2% zu. Die Importe stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 7,4% (real +1,6%). Der saisonbereinigte Zuwachs zum starken zweiten Quartal 2017 betrug immerhin 0,6%, wie es heisst. In beiden Verkehrsrichtungen halte die positive Entwicklung an, wenn auch weniger ausgeprägt als zuvor, so die Zollverwaltung weiter.

Die wichtigsten Exportgruppen hätten im dritten Quartal 2017 einen Anstieg verzeichnet, während die Verkäufe von Bijouterie und Juwelierwaren (-17%) sowie Papier und Grafischen Erzeugnissen (-2%) das positive Bild getrübt hätten. Chemie-Pharma (+1%) als grösste Gruppe wuchs indes nur bescheiden, die Exporte von Metallen (+12%) setzten ihr hohes Wachstumstempo fort.

Die Exporte von Uhren sowie Maschinen und Elektronik legten um 6% bzw. 5% zu. Bei Letzteren fiel der 13-prozentige Anstieg der Werkzeugmaschinen auf. Die Verkäufe von Präzisionsinstrumenten wie auch Nahrungs- und Genussmitteln (Kaffee: +6%) wiesen ein Plus von 4% aus. Innerhalb der chemisch-pharmazeutischen Sparte kompensierten die Mehrexporte immunologischer Produkte beinahe den Einbruch pharmazeutischer Wirkstoffe.

ys/sig

(AWP)